#90: Strafbare Deepfakes, Schlappe für Meloni, Umwelthilfe gegen BMW und Daimler

Nach den Vorwürfen gegen Christian Ulmen diskutiert Deutschland über die Strafbarkeit von Deepfakes und Meloni kassiert eine Schlappe bei ihrer Justiz-Reform. Außerdem verlieren die Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe vor dem BGH und die FU Berlin gewinnt einen Streit um Antisemitismus.

 

Deepfakes: Eine Recherche des Spiegel löste vor einigen Tagen deutschlandweites Entsetzen aus: Christian Ulmen soll laut seiner Ex-Frau Collien Fernandes Deepfake-Pornos von ihr verbreitet haben. Während die Vorwürfe bisher nicht bestätigt sind, ist die Politik mit einer Lösung schnell bei der Hand: Missbräuchliche Deepfakes sollen explizit verboten werden. Wieviel Sinn das hat, besprechen Maximilian Amos und Hendrik Wieduwilt mit Janine Blocher und Charlene Pfeiffer. 

Justizreform in Italien: Derweil muss Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine Schlappe einstecken. Ihre geplante Justizreform scheiterte, direkt danach feuerte die Politikerin bereits Kabinettsmitglieder. Was hat es mit der Reform auf sich und wieso ist sie für Meloni so wichtig? Hendrik Wieduwilt hat mit Alessandro Bellardita gesprochen.

Klimaklagen: Die Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe klagten vor dem BGH gegen BMW und Mercedes. Sie wollte erreichen, dass die Autohersteller ab 2030 keine weiteren Verbrenner mehr verkaufen – andernfalls würden sie ihr CO₂-Budget verbrauchen, ähnlich, wie es das BVerfG einst für Staaten entschieden hatte. Amos und Wieduwilt erklären, warum die Umweltschützer damit keinen Erfolg hatten.

Antisemitismus: Der Student Lahav Shapira ist mit einer Antidiskriminierungsklage gegen die FU Berlin gescheitert. Er argumentierte, die Universität unternehme nicht genug, um ihre Studierenden vor Antisemitismus zu schützen. Das VG Berlin wies die Klage jedoch ab. 

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Redaktion beck-aktuell, Dr. Hendrik Wieduwilt, Rechtsanwalt & Strategieberater; Dr. Maximilian Amos, Redakteur beck-aktuell, 26. März 2026.

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