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18 aus 70


In unserer Serie beantworten Autorinnen und Autoren des Verlags Franz Vahlen 18 aus 70 Fragen und geben dabei sehr viel über sich preis, das über die Angaben in einem klassischen Lebenslauf hinausgeht. Warum gerade 18 aus 70 Fragen? Die Zahlen sind an das Jahr 1870 angelehnt. Das ist das Jahr, in dem der Verlag Franz Vahlen gegründet wurde, der damit im Jahr 2020 sein 150-jähriges Jubiläum feiert.

Für unseren Vahlen-Fragebogen haben wir uns unter anderem den „Proust‘schen Fragebogen“ zum Vorbild genommen. Ursprünglich ist dieser ein beliebtes Gesellschaftsspiel, das einen fast unendlichen Spielraum von Antwortmöglichkeiten gibt: Die Person kann alles über sich preisgeben oder ein Rätsel bleiben. Gedacht ist es als ein Spiel, ein launiger Zeitvertreib, um einen kurzen persönlichen Blick hinter den offiziellen Autorenlebenslauf zu werfen und unsere Autorinnen und Autoren etwas näher kennenzulernen.

Aus 70 Fragen wählen wir für jeden Teilnehmer zufällig 18 Fragen aus. Von diesen können die Autorinnen und Autoren insgesamt fünf Fragen mit solchen aus dem Pool der übrigen 52 Fragen austauschen. Den vollständigen Fragenkatalog finden Sie hier.

 

18 aus 70 Fragen Vahlen Jura - JA 12/2020

Von Prof. Dr. Christian Wolf | Nov 23, 2020

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Prof. Dr. Christian Wolf

Zum Ende des Jahrgangs 2020 beantwortet wieder ein JA-Herausgeber 18 Fragen: Herr Prof. Dr. Christian Wolf. Herr Professor Wolf ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Zivilprozessrecht an der Leibniz Universität Hannover sowie geschäftsführender Leiter des dortigen Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA). Zudem ist er Leiter des Willem C Vis Moot Court in Hannover sowie des Hannover PreMoot. Unseren Lesern begegnet Herr Professor Wolf nicht nur als Herausgeber, sondern auch als Verfasser von Beiträgen, vor allem in Form regelmäßiger Editorials. Darüber hinaus ist er Mitherausgeber des Beck’schen Online-Kommentars zur ZPO sowie Verfasser zahlreicher Kommentierungen, insbesondere zum anwaltlichen Berufsrecht und Zivilprozessrecht.

8. Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Menschen am meisten?

Humor, Intelligenz, Ehrlichkeit und soziales Verantwortungsgefühl.


12. Ihr Lieblingsmuseum?

Sprengel Museum in Hannover, liegt wunderschön am Maschsee und muss sich nicht hinter den großen Namen der Museen der klassischen Moderne wie dem MoMa verstecken.


22. Ihr Lieblingsfilm?

Dinner for one (alle Jahre wieder).


25. Ihr Lieblingshotel?

In Corona-Zeiten keines, sondern mein Zuhause.


26. Ihre Lieblingsbeschäftigung?

In Vor-Corona-Zeiten hätte ich gesagt: mit interessanten Menschen Essen gehen, sich unterhalten und diskutieren, heute wohl Lesen,  Schreiben, Rudern, Golfspielen und ab und zu ein Gin-Tonic-Zoom-Meeting mit meinen Mitarbeitern.


32. Das beste Buch, das Sie im letzten Jahr gelesen haben?

Volker Reinhardt, Die Macht der Schönheit Kulturgeschichte Italiens, 2019. Kaum etwas bringt die Ideen der Zeit so auf den Punkt wie Kunst. Das Buch ist ein Streifzug durch die Ideen- und Kunstgeschichte Vom 11. Jahrhundert bis zur Gegenwart, kleine Abschnitte, die separat gelesen werden können. Das Buch war Teil der Weihnachtsbuchempfehlung der JA 2019.


37. Ihr Lieblingsgetränk?

Grüner Sencha-Tee.


38. Ihr Motto?

Das Unglück dieser Welt ist, dass die Dummen immer so sicher sind und die Klugen immer so unsicher, Bertrand Arthur William Russell (wird auch Charles Bukowski zugeschrieben – bin unsicher von wem das Zitat stammt).


39. Welches Kunstwerk würden Sie gern besitzen?

Jackson Pollock. Eines der Dripping-Bilder.


44. Ihr größtes Talent?

Viele Ideen zu haben (gleichzeitig auch die große Schwäche, mehr Ideen zu haben als ich zu Papier bringen kann).


48. Ein unvergesslicher Ort, an dem Sie waren?

Sylt – weiter Blick in die Nordsee.


51. Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Jeden, wenn die Grundeinstellung stimmt.


52. Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

»Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen« (Martin Luther).


56. Der beste Tipp, den Sie einem Jurastudenten geben können?

Thinking outside the box.


57. Ihr/e Lieblings-Jurist/in?

Alle die sich trotz widriger Umstände nicht anpassen, sondern aufrichtig für Gerechtigkeit streiten.


62. Welche Norm/welches Gesetz ist so schwer verständlich, dass sie/es dringend reformiert gehört?

Alle a-bis-z-Bestimmungen des BGB (zB §§ 675a–675w BGB). Der Rückfall in die Stellenhermeneutik ist ein großes Problem. Der Gesetzgeber kann nicht alle Probleme der Wirklichkeit vordenken, Detailregelungen machen die Sache komplizierter, jedoch nicht eindeutiger.


69. Ein Buch, das jeder Jurastudent gelesen haben sollte?

Bernd Rüthers, Die unbegrenzte Auslegung, 8. Aufl. 2017.


70. Der größte Fehler, den man im Jurastudium machen kann?

Schemata auswendig lernen und stupide, ohne nachzudenken, anzuwenden.

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