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18 aus 70 Fragen Vahlen Jura - JA 8/2020

Von Prof. Dr. Elisa Hoven

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Prof. Dr. Elisa Hoven

In dieser Ausgabe stellen wir ein Beiratsmitglied der JA vor, nämlich Frau Prof. Dr. Elisa Hoven. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsches und Ausländisches Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Medienstrafrecht an der Universität Leipzig und Richterin am Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen. Auch außerhalb ihrer universitären Tätigkeit engagiert sich Frau Prof. Dr. Hoven in zahlreichen wissenschaftlichen Projekten. Unter anderem ist sie Sprecherin des »Kriminalpolitischen Kreises«, eines Zusammenschlusses von Strafrechtswissenschaftlern zur Entwicklung kriminalpolitischer Vorschläge. Zuletzt war sie vom Bundestag beauftragte Sachverständige für die Evaluierung der strafrechtlichen und strafverfahrensrechtlichen Fragen des AntiDopingG. Im Jahr 2017 erhielt sie den Habilitationspreis des Universitätsbunds Erlangen.


1. Was haben Sie im Studium fürs Leben gelernt?

Gute Organisation ist alles …


8. Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Menschen am meisten?

Enthusiasmus, Zuverlässigkeit und Selbstironie.


9. Ihr liebstes Smalltalk-Thema?

GNTM.


10. Welcher Illusion geben Sie sich gerne hin?

Dass irgendwer die ganzen Aufsätze liest, die ich schreibe …


14. Welches Buch würde niemand in Ihrer Bibliothek erwarten?

Das hängt ja davon ab, welche Erwartungen jemand an meinen Buchgeschmack hat … Bei mir gibt es allerdings kaum Unerwartetes. Ich bin da ziemlich traditionell: keine Krimis, kein Fantasy, nichts mit Vampiren oder Zauberschülern, keine Unterhaltungsliteratur …


21. Ihr Lieblingsmaler?

Gottfried Helnwein – sehr verstörend und düster, aber gerade deshalb großartig. Ansonsten vor allem moderne Kunst. Ich liebe es, wenn ein Kunstwerk große Interpretationsspielräume lässt und man stundenlang überlegen kann, was etwa die »Fettecke« über das menschliche Dasein aussagt …


22. Ihr Lieblingsfilm?

Da muss ich einfach mehr als einen nennen; die Genres sind ja doch so unterschiedlich … »Kill Bill Teil 1« (in meinen Augen wirklich große Kunst), »Tatsächlich Liebe« (schaue ich jedes Jahr zu Weihnachten und bin hinterher immer noch ein wenig glücklicher als vorher) und »Schindlers Liste« (einfach einer der wichtigsten Filme …).


25. Ihr Lieblingshotel?

Die Villa Salt in Phnom Penh, Kambodscha. Da habe ich einen Monat lang gewohnt, bis ich eine richtige eigene Unterkunft hatte. Das war traumhaft schön …


28. Welche Redewendung strapazieren Sie über?

Leider ganz klassisch: »Fraglich ist aber …« – auch in der Unterhaltung mit Mann und Kindern …


36. Was würde niemand von Ihnen vermuten?

Dass ich im Judo-Bundeskader war und ein großer Fan von Mixed Martial Arts bin?


45. Woran zweifeln Sie am meisten?

An der Existenz von Gott oder Schicksal.


49. Was ist für Sie das größte Glück?

Auch wenn es etwas kitschig klingen mag: einen Mann und zwei Kinder zu haben, die ich über alles liebe … Oder ein spannendes neues Aufsatzthema gefunden zu haben!


50. Was ist für Sie das größte Unglück?

Massentierhaltung, Fanatismus, Defizite im Gesundheitssystem und der viel zu große Einfluss von Kant auf die Strafrechtswissenschaft.


61. Ihre Lieblingsnorm/Ihr Lieblingsgesetz?

Das neue Verbandssanktionengesetz (wenn es denn hoffentlich kommt). Dafür haben wir uns lange eingesetzt …


62. Welche Norm/welches Gesetz ist so schwer verständlich, dass sie/es dringend reformiert gehört?

Die Brandstiftungsdelikte. Schrecklich unübersichtlich. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie prüfe …


67. Wenn Sie etwas an der Juristenausbildung ändern könnten, was wäre das?

Am wichtigsten fände ich die Umstellung auf Open-Book-Klausuren. Das Auswendiglernen von Definitionen zeichnet keine/n guten Juristin/en aus.

 

68. Eigenschaften, die einem Juristen keinesfalls fehlen sollten?

Leidenschaft für sein Fach!

 

70. Der größte Fehler, den man im Jurastudium machen kann?

Immer nur an das Examen zu denken und dabei gar nicht herauszufinden, was einem eigentlich Spaß macht. Jura ist so facettenreich – diese Facetten muss man aber auch kennenlernen.

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