CHB_RSW_Logo_mit_Welle_trans
JuS_Logobasis_Linsenreflex
Menü

Heft 5/2026

IRZ-Redaktion
Top-Thema: Eine IAS 40-Immobilie – zwei Fair Value-Realitäten: Abkehr von einer ausschließlich objektivierten Bewertungslogik des IFRS 13 bei eingeschränktem Marktzugang?
     
Editorial Liebe Leserinnen und Leser
 
193
Auf den .Punkt gebracht! Eine IAS 40-Immobilie – zwei Fair Value-Realitäten: Abkehr von einer ausschließlich objektivierten Bewertungslogik des IFRS 13 bei eingeschränktem Marktzugang?
Der Fall – die Lösung
WP Dr. Boris Kasapovic, Wien, und Univ.-Prof. Dr. Roman Rohatschek, Linz
 
Es steht IFRS-Anwendern grundsätzlich frei zu entscheiden, ob die Folgebewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zum Fair Value oder nach der Anschaffungskostenmethode erfolgt. Insbesondere bei Unternehmen, deren Geschäftszweck primär in der Verwaltung und Renditeerzielung liegt, erfolgt die Bewertung i.d.R. zum Fair Value, sodass sich in Abhängigkeit von den zum Bewertungsstichtag konkret vorliegenden Umständen erhebliche Auswirkungen auf die zu berichtende Ertragslage ergeben können. Diese resultieren regelmäßig aus makroökonomisch bedingten Einflussfaktoren, wie etwa der aktuellen Zins- und Mietpreislage. An konzeptioneller Schärfe gewinnt die Fair Value-Bewertung jedoch insbesondere dann, wenn neben diesen klassischen Marktparametern auch geopolitisch bedingte Restriktionen zu berücksichtigen sind, wie bspw. von der russischen Regierung erlassene Dekrete, welche im Falle einer Verkaufstransaktion mindestens einen Kaufpreisabschlag von 60% vorsehen.
Ob bzw. inwieweit derartige Restriktionen bei der Bewertung von zum Fair Value bilanzierten IAS 40-Immobilienvermögen zu berücksichtigen sind, soll anhand eines ausgewählten Sachverhalts verdeutlicht werden.
 
195
  IFRS-Bilanzierung: Neues für das Geschäftsjahr 2026
WP/StB Prof. Dr. Christian Zwirner und WP/StB Dr. Corinna Boecker, München
 
Der Jahreswechsel 2025/2026 bringt für IFRS-Bilanzierer in der EU eine Reihe von Änderungen mit sich, die zwar nicht aus einem gänzlich neuen Standard resultieren, aber dennoch inhaltlich relevant sind und von den betroffenen Unternehmen organisatorisch umgesetzt werden müssen. Im Mittelpunkt stehen Anpassungen an IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) und IFRS 9 (Finanzinstrumente). Diese werden ergänzt durch redaktionelle Änderungen bzw. Klarstellungen aus dem annual improvements project (Volume 11). Die Autoren geben nachfolgend – wie schon in Vorjahren – einen kurzen Überblick über die relevanten Neuerungen an den Rechnungslegungsvorschriften.
 
199
IRZ-Aktuell Nachrichten zu IFRS und US-GAAP
 
203
  Medienspiegel
 
205
Bilanzierung und Bilanzpolitik Konsolidierungspflicht in ausgewählten Lieferkettenkonstellationen
Eine Analyse anhand des Control-Konzepts des IFRS 10
Hannes Steiger, M.A., WP Anselm von Ritter, M.Sc., und Prof. Dr. Dirk Hachmeister, Stuttgart
 
Unternehmen schließen häufig Rahmenfertigungs- und Lieferverträge mit ihren Lieferanten, um eine stabile und effiziente Lieferkette zu gewährleisten. Diese Verträge können die Entscheidungsfreiheit des Lieferanten stark einschränken und dessen Umsatz maßgeblich beeinflussen. Bei einer solchen wirtschaftlichen Abhängigkeit stellt sich die Frage, ob das abnehmende Unternehmen den Zulieferer nach dem Control-Konzept des IFRS 10 beherrscht und konsolidieren muss – besonders wenn zusätzliche Abhängigkeiten wie Darlehensgewährung bestehen. Der Beitrag untersucht daher das Power-Kriterium des Control-Konzepts im Kontext faktischer Abhängigkeiten in Lieferketten.
 
207
  Accounting meets Asset Liability Management: IFRS 9 Risk Mitigation Accounting
CPA Judith Gehrer, Frankfurt am Main, und WP/CFA Leon Münning, Köln
 
Der Beitrag erläutert den Exposure Draft (ED/2025/1) zum Risk Mitigation Accounting (RMA) und zeigt auf, wie das IASB beabsichtigt, die dynamische Zinsbuchsteuerung von Kreditinstituten besser in deren Abschlüssen reflektieren zu können. Im Fokus stehen die Kernelemente des Modells (Underlying Portfolios, Net Repricing Risk Exposure, Designated und Benchmark Derivatives, Risk Mitigation Adjustment), mögliche Herausforderungen und Auswirkungen in der Praxis sowie die Übergangsregelungen und zentralen Analysefelder für Institute im Rahmen der ED-Kommentierungsphase und Field Testing.
 
213
KI im Fokus Alignment-Probleme bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) in der IFRS-Rechnungslegung
Dipl.-Betriebsw. (BA) Christian Thurow, Bilanzbuchhalter International (IHK), London
 
Im KI-Bereich versteht man unter dem Begriff Alignment die Übereinstimmung zwischen den Systemzielen der KI und der menschlichen Intention. Dabei kann eine zu kurz gedachte Zieldefinition unerwünschte Nebenwirkungen haben.
 
219
Nachhaltigkeit im Brennpunkt Zur Beteiligung des Mittelstands an den EFRAG-Produktionsprozessen
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Hommelhoff und Jutta Wöhner, Heidelberg
 
Die Nachhaltigkeits-Novelle vom 24. Februar 2026 will u.a. vor übermäßiger „Schattenwirkung“ schützen: Selbst nicht zur CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtete Unternehmen sollen als Geschäftspartner in der Wertschöpfungskette von berichtspflichtigen Unternehmen vor deren überbordendem Informationsverlangen bewahrt werden. Als zentrales Schutzinstrument sollen die VSME ESRS, die Standards für die freiwillige Berichterstattung, fungieren. Sie aber dürfen nicht für alle Unternehmensklassen von den Kleinstunternehmen bis hin zu den Midcaps in gleicher Weise ausgestaltet werden, um nicht gegen das primärrechtliche Verhältnismäßigkeitsprinzip zu verstoßen. Auf entsprechende Differenzierung muss daher bereits der EFRAG-Produktionsprozess hin angelegt sein; v.a. sind die EFRAG-Gremien mit Repräsentanten der unterschiedlichen Unternehmensklassen zu besetzen.
 
221
  Impressum 227

Rubriken

Menü

Anzeigen

IRZ Banner

Teilen

Menü