WP/StB Dr. Jens W. Brune und Dr. Benita Hayn
IRZ, Heft 3, März 2026, S. 102
Der International Accounting Standards Board (IASB) hat am 19. Februar 2026 das Entwurfsdokument IASB/ED/2026/1 „Änderungen an der Fair-Value-Option für Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Vorgeschlagene Änderungen an IAS 28)“ veröffentlicht. Die Vorschläge sollen Klarheit darüber schaffen, welche Unternehmen berechtigt sind, Investitionen unter Verwendung der Fair-Value-Option in IAS 28 zu bewerten. Dies wird als Voraussetzung für eine sachgerechte Klassifizierung der mit diesen Investitionen verbundenen Aufwendungen und Erträge bei Anwendung des neuen IFRS 18 angesehen.
Der IASB schlägt vor, zu präzisieren, dass die in IAS 28 genannten „ähnlichen Unternehmen, einschließlich fondsgebundener Versicherungsfonds“, die gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden können, auch solche Unternehmen umfassen, deren Hauptgeschäftstätigkeit i.S.v. IFRS 18 in der Investition in bestimmte Arten von Vermögenswerten besteht. Hingegen entschied sich der IASB gegen eine Ausweitung der Fair-Value-Option auf alle Unternehmen, da die oben vorgeschlagenen Änderungen ausreichen würden, um die festgestellten Abweichungen in der Praxis zu adressieren, und mehr Zeit erforderlich wäre, um Informationen über die möglichen Auswirkungen einer umfassenderen Änderung auf die Gesamtanwendung von IAS 28 zu sammeln, was nicht rechtzeitig vor der erstmaligen Anwendung von IFRS 18 abgeschlossen werden könnte.
Stellungnahmen zu den Vorschlägen werden vom IASB bis zum 20. April 2026 erbeten.