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Heft 2/2026

IRZ-Redaktion
Top-Thema: Die Behandlung von Fremdwährungsdifferenzen nach IFRS 18: Der Problemfall konzerninterner Ausleihungen („Intragroup Liabilities“)
     
Editorial Liebe Leserinnen und Leser
 
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Auf den .Punkt gebracht! Die praktische Bedeutung der Buchwert-Marktwert-Lücke für die Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 im Jahr 2025
WP/StB Prof. Dr. Christian Zwirner und StB Sebastian Schöffel, München
 
IAS 36 regelt die Durchführung von Wertminderungstests. Vor der quantitativen Ermittlung eines u.U. vorhandenen Abschreibungsbedarfs ist zunächst anhand von qualitativen Indikatoren eine mögliche Minderung des Nutzungspotenzials eines Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) zu prüfen. IAS 36.12 nennt hierzu Beispiele, darunter die Situation, dass der Buchwert des Eigenkapitals eines Unternehmens dessen Marktkapitalisierung übersteigt (IAS 36.12 (d)). Diese Buchwert-Marktwert-Lücke kann ein „triggering event“ darstellen und auf eine notwendige außerplanmäßige Abschreibung, insbesondere von Goodwill, hinweisen.
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Entstehung einer derartigen Buchwert-Marktwert-Lücke und zeigt deren Relevanz im Rahmen des Wertminderungstests nach IAS 36 auf. Darüber hinaus enthält der Beitrag eine abschließende Einordnung der dargestellten empirischen Erkenntnisse in die vorliegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In der Praxis ist das Vorliegen von Buchwert-Marktwert-Lücken in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten zunehmend festzustellen.
 
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IRZ-Blitzlicht 10 oder mehr (persönliche) Fragen an ... WP Anselm von Ritter
WP Anselm von Ritter, M.Sc., Stuttgart
 
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IRZ-Aktuell Nachrichten zu IFRS und US-GAAP
 
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  Medienspiegel
 
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Bilanzierung und Bilanzpolitik Die Behandlung von Fremdwährungsdifferenzen nach IFRS 18: Der Problemfall konzerninterner Ausleihungen („Intragroup Liabilities“)
Dominik Kupper, M.Sc., Prof. Dr. Esther Pittroff und Prof. Dr. Matthias Schmidt, Leipzig
 
IFRS 18 führt zu einer Neustrukturierung der Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Besondere Herausforderungen ergeben sich aus der Einordnung von Fremdwährungsdifferenzen (FX-Differenzen), welche nach IFRS 18.B65 in Abhängigkeit vom Charakter der zugrunde liegenden Transaktion erfolgen soll. Einen zuletzt kontrovers diskutierten Fall stellen konzerninterne Ausleihungen dar. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der vorläufigen Agendaentscheidung des IFRS IC zu diesem Problemfall. Es wird gezeigt, warum kritische Stellungnahmen zu dieser Entscheidung richtig liegen, wenn sie die präferierten Lösungswege des IFRS IC im Widerspruch zur ökonomischen Substanz der FX-Differenzen sehen.
 
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  Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen und Planvermögen in einer Disposal Group gemäß IFRS 5
WP/StB Janina Lohrmann, M.Sc., München, WP Anselm von Ritter, M.Sc., Stuttgart, und Prof. Dr. Dirk Hachmeister, Stuttgart
 
Plant ein Unternehmen die Veräußerung von Unternehmensteilen und werden diese folglich als Gruppe von Vermögenswerten und Schulden zur Veräußerung gehalten, sind sie bis zum Abschluss der Transaktion gemäß IFRS 5 als sog. Disposal Group zu bilanzieren. Im Falle einer geplanten Übertragung von Beschäftigungsverhältnissen stellt sich die Frage der bilanziellen Behandlung bestehender Pensionsverpflichtungen sowie des entsprechenden Planvermögens nach IAS 19 innerhalb einer Disposal Group. Sowohl die IFRS als auch die einschlägige Fachliteratur liefern hierzu lediglich unvollständige Anwendungsleitlinien.
 
Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag die Bilanzierung von Disposal Groups nach IFRS 5 unter besonderer Berücksichtigung der Behandlung von Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen und von etwaigem Planvermögen gemäß IAS 19. Es werden praxisrelevante Herausforderungen identifiziert und diskutiert. Darüber hinaus werden konkrete Handlungsempfehlungen für Ausweis und Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie für Planvermögen als Bestandteil einer Disposal Group gegeben – ergänzt durch Hinweise zu den erforderlichen Angaben im Anhang.
 
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  Ansatz und Werthaltigkeit latenter Steueransprüche nach IAS 12
StB (Syndikus)/CPA Andreas Rundag, Mannheim
 
Nach IAS 12 besteht grds. eine Ansatzpflicht für latente Steueransprüche und latente Steuerschulden, wobei IAS 12 für den Ansatz latenter Steueransprüche strengere Regelungen vorsieht. So enthält eine im Juni 2025 von der ESMA veröffentlichte Zusammenstellung von Fehlerfeststellungen durch Regulatoren in der EU u.a. eine Fehlerfeststellung in Bezug auf den Ansatz latenter Steuerforderungen. Zugleich zeigen die für das Geschäftsjahr 2024 von den DAX 40-Unternehmen veröffentlichten Abschlüsse, dass 53% dieser Unternehmen einen Überhang an latenten Steueransprüchen in ihren Bilanzen ausweisen. Im folgenden Beitrag wird diskutiert, unter welchen Voraussetzungen solch ein Überhang an latenten Steueransprüchen angesetzt werden kann.
 
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Nachhaltigkeit im Brennpunkt CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung in CSDDD-schutzpflichtigen Unternehmen?
Zu Konzept und Inhalt der CSDDD-Schutzerklärung
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Hommelhoff und Mag. iur. Victoria Goll, Heidelberg
 
Mit der „Omnibus“-Reform zum Jahresende 2025 hat der Unionsgesetzgeber sein Vorhaben, u.a. die CSRD-Berichtspflichten zu entfeinern, vorläufig abgeschlossen, aber zugleich zur Nachhaltigkeits-Evaluation 2029 die grundlegende Frage provoziert: Bedarf es neben den CSDDD-Sorgfaltspflichten überhaupt noch einer CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung mit Anreizeffekt? Für einen unverändert gebotenen Gemeinwohlgüter-Schutz mit Effekt spricht alles dafür, sein Instrumentarium vom Kopf auf die Füße zu stellen.
 
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  Impressum 84

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