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Heft 12/2025

IRZ-Redaktion
Top-Thema: Implikationen der stufenweise reduzierten Körperschaftsteuersätze auf latente Steuern nach IAS 12
     
Editorial Liebe Leserinnen und Leser
 
501
Auf den .Punkt gebracht! Auswirkungen des im Jahresverlauf 2025 gesunkenen Leitzinsniveaus auf den Goodwill-Impairment-Test
Konzeptionelle Anmerkungen und empirische Befunde
WP/StB Prof. Dr. Christian Zwirner und StB Sebastian Schöffel, München
 
Das im Vergleich zu den Jahren vor 2022 deutlich erhöhte Leitzinsniveau sorgt immer noch dafür, dass (Unternehmens-)Werte auch in den Jahren 2024 und 2025 unter Druck stehen. Die EZB hatte zwar den maßgeblichen Einlagenzinssatz im Zeitraum Juni 2024 bis Juni 2025 in mehreren Zinsschritten von 4,00% auf 2,00% reduziert. Jedoch ist der für Unternehmensbewertungen relevante risikolose Basiszinssatz im Verlauf des Jahres 2025 – ausgehend von einem stabilen Niveau in Höhe von 2,50% im Jahr 2024 – nochmals angestiegen und beläuft sich auf 3,25% zum 1.10.2025 – mit zuletzt leicht steigender Tendenz. Zudem wirken sich die inflationsbedingt erhöhten Preise für Inputfaktoren u.U. auf die geplanten künftigen, geringer ausfallenden Cashflows der Unternehmen aus. Für den jährlichen Goodwill-Impairment-Test bedeutet dies, dass Wertberichtigungsbedarf bezogen auf den Goodwill drohen kann. Insofern sollten sich Unternehmen rechtzeitig mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen und bestehende Planungsrechnungen ggf. überdenken.
 
 
502
IRZ-Blitzlicht 10 oder mehr (persönliche) Fragen an ... Prof. Dr. Silvia Rogler
Prof. Dr. Silvia Rogler, Freiberg
 
507
IRZ-Aktuell Nachrichten zu IFRS und US-GAAP
 
508
  Medienspiegel
 
510
Bilanzierung und Bilanzpolitik Implikationen der stufenweise reduzierten Körperschaftsteuersätze auf latente Steuern nach IAS 12
Univ.-Prof. Dr. Stefan Müller, Hamburg, und Dr. Jens Reinke, Hannover
 
Als offenbar völlig unbeabsichtigter Kollateralschaden der beschlossenen Senkung der Körperschaftsteuer (KSt)-Sätze mit dem Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland ergibt sich sehr kurzfristig ein erheblicher Mehraufwand bei der Ermittlung latenter Steuern. Durch die gewählte Umsetzung in Form weit im Voraus beschlossener Senkungen der KSt-Sätze von den in den Jahren bis 2027 geltenden 15% schrittweise um jeweils 1% bis zum Jahr 2032 auf ab dann dauerhaft 10% wird eine bislang so nicht gekannte Herausforderung für die Rechnungslegung nach IFRS – und auch nach HGB – geschaffen, da sich die Bewertung latenter Steuern auf den im Zeitpunkt der Auflösung geltenden Steuersatz bezieht. Aktuell gibt es vonseiten des DRSC und offenbar auch des IDW keine Aussicht auf zulässige Erleichterungen.
 
 
511
  Geplante Neuregelungen zur Bewertung von Rückstellungen nach IASB/ED/2024/8
Eric Neumann, M.Sc., und Prof. Dr. Silvia Rogler, Freiberg
 
Mit IASB/ED/2024/8 „Provisions – Targeted Improvements“ verfolgt das IASB das Ziel, v.a. drei Aspekte von IAS 37 „Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen“ zu verbessern. Dies betrifft beim Ansatz insbesondere das Kriterium einer gegenwärtigen Verpflichtung und bei der Bewertung die einzubeziehenden Kosten sowie den Abzinsungssatz. In diesem Zusammenhang sollen auch Fragen von Anwendern geklärt werden, die an das IFRS IC gestellt wurden. Die Stakeholder unterstützen in ihren Kommentierungen insgesamt gesehen die Bemühungen des IASB um eine Klarstellung und Verbesserung der bestehenden IAS 37-Anforderungen. Einzelne Änderungen werden aber auch kritisiert, u.a. mit dem Argument, dass neue Herausforderungen entstünden.
 
517
  Tariffs Trouble Der Einfluss von Zöllen auf den Goodwill-Impairment-Test nach IFRS und US-GAAP
Teil 2: Auswirkungen auf das Risiko und die Kapitalkosten
Armin Hagel, M.Sc., CFA, Nürnberg, Dipl.-Kfm. Prof. Dr. Matthias Meitner, CFA, München, WP/StB Dipl.-Kfm. Jens Helmers, Houston, Dipl.-Kfm. Cyril Prengel, EMBA, CVA, Nürnberg
 
Mit der Androhung und Einführung umfassender US-Importzölle am 2. April 2025 („Liberation Day“) hat die Diskussion über die Auswirkungen handelspolitischer Maßnahmen auf Rechnungslegung und Unternehmensbewertung neue Aktualität gewonnen. Besonders exportorientierte Unternehmen sind betroffen, da ihre Cashflows, Risikoprofile und die darauf basierenden bilanziellen Wertansätze erheblich beeinflusst sein können. Dieser zweiteilige Beitrag zeigt praxisnah und zugleich theoretisch fundiert, wie Importzölle als Impairment-Indikatoren nach IAS 36 und ASC 350 einzuordnen sind, über welche Bewertungsparameter sie den Goodwill-Impairment-Test europäischer Unternehmen beeinflussen und welche Dokumentations- und Prognoseanforderungen sich daraus ergeben. Der vorliegende Teil 2 befasst sich nun insbesondere mit den Auswirkungen auf das Risiko und die Kapitalkosten, gibt explizite Handlungsempfehlungen und rundet den gesamten Beitrag mit einem Fazit ab.
 
523
  Bilanzierung von Non-Fungible-Tokens (NFTs): Zwischen altbekannten Problemen und den neuen Herausforderungen virtueller Welten (Teil 1)
Dominik Kupper, M.Sc., und Max Gräser, M.Sc., Leipzig
 
Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) sind etwa durch die Verbreitung von VR-Brillen längst in unserem Alltag präsent. Demgegenüber bleibt das Konzept einer Extended Reality (XR) in Gestalt virtueller Welten bislang weitestgehend eine abstrakte Idee, der das Potenzial zur Ablösung unseres heutigen Internets i.S. eines Web 3.0 zugeschrieben wird. Bis zum Jahr 2030 werden für Metaverse-Technologien exorbitante Marktpotenziale zwischen 700 Milliarden und knapp 1,3 Billionen US-Dollar prognostiziert. Denkbare technologische Bausteine eines Metaverse sind in Form von Non-Fungible-Tokens (NFTs) längst vorhanden. Dieser zweiteilige Beitrag illustriert die Einsatzmöglichkeiten von NFTs in virtuellen Welten und thematisiert Herausforderungen für IFRS-Bilanzierer.
 
527
Bilanzanalyse Krisenresistenz des bilanzierten Goodwills nach IFRS: Erwartung versus Realität
Eine empirische Analyse des Zusammenhangs zwischen Leitzinserhöhungen und Goodwill-Impairments bei den S&P Europe 350-Unternehmen
Dr. Ursina Hüppin, Winterthur, Mathias Schürmann, MSc, Zürich, und Dipl. Wirtschaftsprüfer Andreas Buchs, MA, Winterthur
 
Seit Einführung des Impairment-only Approach steht die Goodwill-Bilanzierung im Zentrum kritischer Diskussionen. Kernfrage ist, ob der aktivierte Goodwill die ökonomische Realität widerspiegelt – eine Debatte, die angesichts stetig steigender Bestände trotz wirtschaftlicher Herausforderungen an Brisanz gewinnt. Die empirische Analyse der im S&P Europe 350 gelisteten Unternehmen untersucht anhand der Leitzinserhöhungen als Triggering Event, ob der Impairment-only Approach seinem Anspruch gerecht wird. Angesichts neuer geopolitischer Spannungen und zunehmender Unsicherheiten erhält diese Fragestellung zusätzliche Relevanz.
 
535
Nachhaltigkeit im Brennpunkt Die Analyse von Nachhaltigkeitsberichten anderer Unternehmen für die eigene Wesentlichkeitsanalyse
WP Prof. Dr. Oliver Beyhs, Berlin, Prof. Dr. German Figlin, Nürnberg, und Zuzanna Tukalska, M.Sc., Berlin
 
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD/ESRS stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen – fachlich wie kapazitativ. Hierzu tragen insbesondere die Anforderungen an die doppelte Wesentlichkeitsanalyse bei. Die Autoren haben in der ESRS-Implementierungspraxis einen Ansatz entwickelt, wie insbesondere informatorische Probleme zur Wertschöpfungskette innerhalb der Wesentlichkeitsanalyse gelöst werden können. Dieser Ansatz beinhaltet eine gezielte Analyse von Nachhaltigkeitsberichten anderer Unternehmen. Er soll gleichzeitig sowohl zu mehr Effizienz als auch Qualität in der Wesentlichkeitsanalyse beitragen.
 
541
  Impressum 549

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