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Heft 10/2025

IRZ-Redaktion
Top-Thema: Der neue ED IAS 37 zu Rückstellungen – Viel Lärm um nichts?
     
Editorial Liebe Leserinnen und Leser
 
381
Accounting for Value? Elon Musksidiot index“ in der Aktienanalyse
Prof. PD Dr. Andreas Haaker, CIIA, CEFA, Dresden
 
Anders als in der Old-Space-Industrie üblich, mutet sich das New-Space-Unternehmen SpaceX anstelle von Kosten-Plus-Verträgen die Erfüllung von Festpreisvereinbarungen zu. Damit entfällt der institutionalisierte Fehlanreiz, die Kosten und damit den Gewinn in die Höhe zu treiben, zugunsten einer konsequent auf Kosteneffizienz getrimmten Raketenentwicklung. Gesteuert wird diese Zielsetzung mittels einer Kennzahl, welche Elon Musk selbst provokant als „idiot index“ (sic!) bezeichnet. In Anbetracht der unter Anwendung dieser eigentümlich benannten Kennzahl erreichten Kostenvorteile sollen der „idiot index“ im vorliegenden Beitrag im Hinblick auf das Potenzial für die Aktienanalyse erörtert und entsprechende Datenprobleme aus Sicht eines unternehmensexternen Analysten aufgezeigt werden.
 
383
Auf den .Punkt gebracht! Bilanzierung von grünen Finanzierungen
Update des IDW vom 2.7.2025 zum Knowledge Paper
WP/StB Prof. Dr. Christian Zwirner und WP/StB Dr. Corinna Boecker, München
 
Seit einigen Jahren hat die Diskussion um sog. „grüne Finanzierungen“ immer mehr an Fahrt aufgenommen. Das IDW hat hierzu bereits im Jahr 2021 ein sog. Knowledge Paper veröffentlicht, in dem verschiedene Aspekte der Bilanzierung und Bewertung von „grünen Finanzinstrumenten“ beleuchtet wurden. Auch das IASB hat sich zwischenzeitlich mit der Thematik befasst und notwendige Modifikationen an IFRS 9 und IFRS 7 umgesetzt. Vor diesem Hintergrund hat in Deutschland der Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) des IDW „Hinweise zur handelsrechtlichen Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten mit nachhaltigkeitsbezogenen Ausstattungsmerkmalen“ erarbeitet. Zudem hat das IDW Anfang Juli 2025 eine Aktualisierung seines Knowledge Papers erstellt, um den Entwicklungen auf internationaler Ebene Rechnung zu tragen und ein einheitliches Verständnis zu schaffen. Die Autoren stellen nachfolgend die wesentlichen Inhalte dieses Papiers zur Bilanzierung von grünen Finanzierungen vom 2.7.2025 vor.
 
389
IRZ-Aktuell Nachrichten zu IFRS und US-GAAP
 
392
  Medienspiegel
 
394
Bilanzierung und Bilanzpolitik Der neue ED IAS 37 zu Rückstellungen – Viel Lärm um nichts?
WP/StB Prof. Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen, und Dr. oec. publ. Evelyn Teitler-Feinberg, Zürich
 
Anwender und andere Interessengruppen sind der Auffassung, dass IAS 37 „Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets“ bis auf drei Bereiche zu einer sachgerechten Erfassung und Bewertung von Rückstellungen führt. Die drei kritisierten Bereiche betreffen eines der drei Kriterien für die Erfassung einer Rückstellung (gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis) und zwei Aspekte bei der Bewertung einer Rückstellung (Abzinsung und zu berücksichtigende Kosten). Als Reaktion auf diese Kritik hat das IASB im November 2024 ED IAS 37 „Provisions – Targeted Improvements“ (ED/2024/8) veröffentlicht. Der Beitrag analysiert die Vorschläge des IASB.
 
395
  Auswirkungen eines Delistings auf den Umfang der externen Berichterstattung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften
WP Anselm von Ritter, M.Sc., und Patrick Stump, B.Sc., Stuttgart
 
Öffentliche Übernahmeangebote für börsennotierte Unternehmen führen in der Praxis häufig zu einem anschließenden Rückzug von der Börse (Delisting) der übernommenen Gesellschaft. Im Jahr 2024 entfielen in Deutschland von insgesamt 32 öffentlichen Übernahmeangeboten 20 auf sog. Delisting-Erwerbsangebote. Ein Delisting hat weitreichende Konsequenzen für das externe Rechnungswesen und eröffnet Möglichkeiten, den Umfang der Berichterstattung im Vergleich zur Börsennotierung signifikant zu reduzieren.
 
403
  Vergleich von OR (Schweizerisches Obligationenrecht) bzw. Swiss GAAP FER und IFRS
Marcus Lotz, Dipl.-Kfm., gepr. Bilanzbuchhalter (IHK), gepr. Bilanzbuchhalter International (IHK), Zug/Schweiz
 
Die Verantwortung für die Rechnungslegung ist in der Schweiz eine nicht übertragbare und nicht entziehbare Aufgabe des Verwaltungsrats gegenüber den Anspruchsgruppen eines Unternehmens. Erst durch die Rechnungslegung werden die risikotragenden Eigen- und Fremdkapitalgeber mit entscheidungsnützlichen Informationen über den Zustand des Unternehmens versorgt. Gleichzeitig sorgt sie für die notwendige Transparenz über die Leistung der besser informierten Leitungsorgane des Unternehmens. Informationsstand und Qualität der Information hängen jedoch von dem jeweils angewandten Rechnungslegungsstandard ab. Daher gibt dieser Beitrag einen kompakten Überblick über die wichtigsten Rechnungslegungsstandards aus Sicht der Schweizer Unternehmen, indem das Obligationenrecht (OR), Swiss GAAP FER und die International Financial Reporting Standards (IFRS) kurz vorgestellt und deren Unterschiede dargestellt werden sowie gezeigt wird, welche Anforderungen sie stellen und welcher Rechnungslegungsstandard für die Unternehmenspublizität bzw. Rechnungslegungspublizität die richtige Wahl ist.
 
409
Nachhaltigkeit im Brennpunkt Regierungsentwurf zur Umsetzung der CSRD in deutsches Recht
Nächster planmäßiger Schritt im Gesetzgebungsverfahren mit wenigen Änderungen
Univ.-Prof. Dr. Stefan Müller, Hamburg, und Dr. Jens Reinke, Hannover
 
Während auf europäischer Ebene noch über weitergehende Erleichterungen bei der CSRD diskutiert wird, treibt die deutsche Bundesregierung die Umsetzung des aktuellen Stands mit einem Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2464 hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in der durch die Richtlinie (EU) 2025/794 geänderten Fassung vom 3.9.2025 (RegE CSRDUmsG) weiter voran. Der RegE ist im Vergleich zum Referentenentwurf (RefE) nur an ganz wenigen Stellen verändert worden. Parallel gibt der Gesetzgeber mit einem begleitenden Informationsschreiben Einblicke in die Entscheidungsfindung und skizziert den möglichen weiteren Verlauf dieses bzw. eines weiteren nötigen Gesetzgebungsverfahrens, wenn auf europäischer Ebene eine Einigung gefunden wurde. Aufbauend auf dem Beitrag zum RefE in Heft 9/2025 der IRZ (IRZ 2025, 351 ff.), werden zunächst die Änderungen analysiert, um dann auf Basis des Informationsschreibens das mögliche weitere Szenario der notwendigen Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu umreißen.
 
415
  Ein europäischer Rundblick: ESRS-Berichterstattung im sektor- und länderübergreifenden Vergleich
Lukas Seidl, MSc (WU), Prof. Dr. Katrin Hummel, Matthias Hrinkow, MSc (WU), und Mag. Sanela Terko, CPA, Wien
 
Im Dezember 2022 wurden die Nachhaltigkeitsberichtspflichten durch die vom Europäischen Parlament und Rat der EU verabschiedete Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erheblich ausgeweitet und konkretisiert. Das Geschäftsjahr 2024 stellt die erste Anwendungsperiode der Offenlegungspflichten der CSRD sowie der europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) dar. Der vorliegende Beitrag gibt basierend auf der von BDO Austria und der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführten Studie einen Überblick zum Grad der Anwendung des ESRS-Rahmenwerks sowie zu den thematischen Fokuspunkten auf Ebene der ESRS-Themen. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der verzögerten Umsetzung der CSRD in 17 Mitgliedsstaaten – und der damit verbundenen lückenhaften Regulierungslandkarte – bereits 72% der untersuchten Unternehmen der ersten Welle auf Basis des ESRS-Rahmenwerks offenlegen.
 
421
KI im Fokus Zukunft gestalten: Nachhaltigkeit und KI in der Praxis
Miriam Vallant, MSc, und Leonard Drewelies, MSc, Wien
 
Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt in Unternehmen zunehmend an Bedeutung und spielt auch beim ESG-Datenmanagement und der Nachhaltigkeitsberichterstattung eine immer größere Rolle. KI kann Prozesse automatisieren, Datenqualität verbessern und neue Einblicke liefern, birgt aber gleichzeitig Risiken wie Fehleranfälligkeit, Verzerrungen oder Datenschutzprobleme. In diesem Beitrag beleuchten die Autoren sowohl die Chancen als auch die Risiken und Herausforderungen der Twin Transformation, also dem Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Zudem werden praxisnahe Empfehlungen gegeben, wie Unternehmen KI gezielt einsetzen können, um Transparenz, Effizienz und Verlässlichkeit in ihrer nachhaltigen Transformation zu steigern.
 
427
  Impressum 433

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