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Das KI-Sekretariat für Rechtsanwälte

Von Nico Kuhlmann,
In dieser Ausgabe von Tech & Tools wird das Angebot von Jupus vorgestellt, eine Anwendung, mit der Rechtsanwälte ihr Sekretariat entlasten können.

Welches Problem löst Jupus? 

Rechtsanwälte verdienen Geld damit, dass sie die rechtlichen Probleme ihrer Mandanten lösen. Bevor man sich aber an die Durchdringung des Falls und Entwicklung einer Erfolgsstrategie machen kann, muss erstmal das Mandat angelegt und gepflegt werden.

Dazu zählt, dass relevante Vorfragen zu klären, Dokumente zusammenzusuchen und Termine abzustimmen sind. Glücklich kann sich schätzen, wer ein gut laufendes Sekretariat hat, das dabei unterstützt. Aber die Mitarbeitenden haben auch viel anderes zu tun und vor allem die Rechtsanwaltsfachangestellten werden eher weniger als mehr.

Zudem steigt die Erwartungshaltung der Mandanten immer weiter. Um einen Termin zu vereinbaren werktags zu den üblichen Öffnungszeiten irgendwo anrufen? Nein, sowas will der Mandant von heute abends auf der Couch am Tablet direkt mit drei Klicks erledigen. Bei Ärzten geht das mit Doctolib schließlich auch.

Wie genau funktioniert Jupus?

Jupus bietet eine KI-gestützte Plattform an, die dabei unterstützt, den gesamten Prozess von der ersten Mandantenanfrage bis zur vollständigen Aktenanlage zu automatisieren. Es ersetzt nicht die klassische Kanzlei-Software, sondern setzt vorher an, insbesondere zur Verbesserung der Mandantenkommunikation.

Ein Bestandteil ist beispielsweise der KI-Chatbot für die Kanzlei-Webseite. Dieser Chatbot nimmt rund um die Uhr Anfragen von potenziellen Mandanten entgegen, fragt erste relevante Angaben ab und sammelt schon einmal wichtige Dokumente ein. Wenn der Anwalt dann am nächsten Morgen ausgeschlafen ins Büro kommt, ist alles schon für die inhaltliche Sichtung der Anfrage vorbereitet.

Mandanten können zudem auch online direkt Termine für eine Besprechung buchen, wenn das entsprechend vom Anwalt eingestellt wurde, und es gibt sogar einen KI-Anrufbeantworter, der Telefonate entgegennimmt.

Darüber hinaus gibt es beispielsweise vorgefertigte digitale Fragebögen, um weitere Angaben strukturiert abzufragen, und Jupus erinnert auch Mandanten automatisch an noch fehlende Unterlagen oder Vollmachten.

Ferner unterstützt Jupus bei der Mandatsbearbeitung durch KI-gestützte Dokumentenanalyse und Schriftsatzgenerierung. Jupus verfügt schließlich über Schnittstellen zu den gängigen Kanzleiprogrammen (wie RA-Micro, Datev oder Actaport), wodurch Daten direkt in die bestehende Software übertragen werden können.

Wer steht hinter Jupus?

Die Jupus GmbH wurde 2023 von René Fergen (CEO) und Jannis Gebauer (CTO) in Köln gegründet. Das Führungsteam wird komplettiert von Oskar Handrick (COO). Das gesamte Team hinter Jupus umfasst deutschlandweit mittlerweile fast 80 Köpfe.

An wen richtet sich Jupus?

Jupus richtet sich unter anderem an alle Kanzleien, die regelmäßig neue Mandate aufnehmen und eine Vielzahl von laufenden Mandaten verwalten müssen. Viele der aktuellen Kunden von Jupus beraten ihre Mandanten beispielsweise im Verkehrsrecht, Mietrecht, Arbeitsrecht oder Familienrecht.

Was kostet Jupus?

Jupus gibt es in verschiedenen Paketen. Jupus Basis umfasst neben der allgemeinen Jupus Plattform beispielsweise auch den KI-Chatbot und kostet 97 Euro pro Nutzer pro Monat (zuzüglich 97 Euro Plattform-Grundgebühr). Wer zusätzlich das Online-Terminbuchungs-Tool haben möchte, zahlt 19 Euro pro Kalender und pro Monat mehr.

Wer sind die Konkurrenten?

Ähnliche Angebote haben die Justin LegalTech GmbH mit Justin Legal und die Pfeiffer Software GmbH mit Hallo Kira.

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