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Vorschau auf die Beiträge des Heftes 4/2020


  • Prof. Dr. Sebastian Omlor, LL.M. (NYU), LL.M. Eur., Europäische E-Geld-Regulierung in Drittstaaten am Beispiel der Schweiz

Das unionale E-Geld-Recht dient ebenso wie das sonstige Zahlungsdiensterecht der Rechtsharmonisierung im Binnenmarkt. Allerdings konturiert die E-Geld-Richtlinie 2009/110/EG nur unzureichend ihren geographischen Geltungsbereich, so dass im Verhältnis zu Drittstaaten wie der Schweiz Abgrenzungsprobleme auftreten. Der Beitrag arbeitet die räumlichen Grenzen der unionalen E-Geld-Regulierung heraus und stellt sie der schweizerischen lex lata gegenüber.

  • Dr. Matthias Möller/Alexandra Ziegltrum, Der EU-Wachstumsprospekt – eine Alternative für kleine und mittelständische Unternehmen?

Mit dem neuen Prospektrecht wurde auch der sog. „EU-Wachstumsprospekt“ neu eingeführt. Der EU-Wachstumsprospekt soll bestimmten Unternehmen den Zugang zu den Kapitalmärkten erleichtern und zugleich das Anlegervertrauen stärken. Dies drückt sich vor allem durch den verkürzten Inhalt und eine standardisierte Aufmachung aus. Erstmals wurde nun in Deutschland auch ein Prospekt in dieser neuen Form des EU-Wachstumsprospektes gebilligt und veröffentlicht. Der vorliegende Beitrag stellt den Inhalt und Aufbau des EU-Wachstumsprospektes vor und widmet sich der Frage, inwiefern dieser neue Prospekttyp für Unternehmen eine tatsächliche Alternative bei der Inanspruchnahme des Kapitalmarktes bietet. Hierbei fokussiert sich der nachfolgende Beitrag auf die Emission von Nichtdividendenwerten.

  • Peter A. Gundermann, Probleme des Bürgers bei der Informationsbeschaffung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts

In einer Vielzahl von Entscheidungen haben die deutschen Verwaltungsgerichte und der EuGH schrittweise herausgearbeitet, nach welchen Grundsätzen ein Anleger von der BaFin Informationserteilung verlangen kann. Der Verfasser beleuchtet die bisherige Rechtsprechung kritisch und zeigt auf dieser Grundlage auf, welche legislativen Änderungen notwendig sind, um die Informationsasymmetrien im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts abzubauen.

  • Martin Freytag/Tobias Bachmeier, LL.M. (Edinburgh), Vorteilsausgleichung beim Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung

Im Urteil vom 18.10.2018 hat sich der BGH mit dem Problem befasst, ob Gewinne und Verluste, die ein Anleger durch bestimmte Investitionen einfährt, im Rahmen eines Schadensersatzanspruchs wegen fehlerhafter Anlageberatung saldiert werden können. Die Verfasser ordnen die Aussagen des BGH dogmatisch ein und gehen der Frage nach, ob und inwieweit die Grundsätze der Vorteilsausgleichung bei zeitlichen Staffelungen im Bereich der Anlageberatung gelten.

    • Mag. iur. Bianca Lins, LL. M., Robo Advice: Aufsichtsrechtliche Pflichten der digitalen Anlageberatung und Vermögensverwaltung 

    Die fortschreitende Digitalisierung, die längst auch die Finanzindustrie in hohem Masse erfasst hat, ist Chance und Risiko zugleich. Verändertes Kundenverhalten und weitreichende regulatorische und aufsichtsrechtliche Neuerungen, insb. durch die seit 3.1.2018 in Geltung stehenden Vorgaben der MiFID II Richtlinie, stellen die Branche vor zusätzliche Herausforderungen. Eine Möglichkeit, um mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten, bieten sog „Robo-Advice-Tools“, also der Einsatz digitaler, auf Algorithmen basierender Anwendungen zur Erbringung von Finanzdienstleistungen. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den aufsichtsrechtlichen Pflichten rund um die digitale Vermögensberatung und -verwaltung.

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