Leserfragen-Treff: Leserfragen 2009


Thema: Fremdwährungsgeschäfte: rechtliche und buchhalterische Behandlung

Leserfrage: Im August wurden Waren mit USD-Rechnung eingekauft. Der Tageskurs lag bei ca. 0,68 € pro USD:

  • Mit Eingang der Rechnung wurde ein Abschlag in Höhe von 30% des Rechnungsbetrags, der zum Tageskurs in € umgerechnet worden ist, bezahlt.
  • Die Zahlung der restlichen 70% erfolgte im Oktober; hier wurde der Restbetrag aufgrund der Währungsumrechnung im August herangezogen. Der Wechselkurs lag im Oktober bei ca. 0,7459 € für einen USD.

Der Lieferant bemängelt die Zahlung.

 

Auftretende Frage:

  • Wie ist die Rechnung richtig zu buchen? Welcher Kurs ist bei den Zahlungen maßgebend?

Erste Antwort-Hinweise: Die Leseranfrage vermischt zwei Themenbereiche:

  • einen rechtlichen: „Der Lieferant bemängelt …“ und
  • einen buchhalterischen: „Wie ist die Rechnung richtig zu buchen?“

Die Art der Verbuchung kann über Rechtsverbindlichkeiten nicht befinden. Maßgebend ist hierfür der Vertrag.

Bezüglich der buchhalterischen Abwicklung gilt: Die Rechnung ist im Zeitpunkt des Warenzugangs in Euro umzurechnen, also mit dem Kurs von 0,68 € für einen USD (= Wechselkurs bzw. Devisenkasskurs im Anschaffungszeitpunkt, d.h. im Zeitpunkt der Erlangung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht).

Ausführliche Erläuterungen (zu Anspruch bei Kursveränderung, Abschlagszahlung und Restzahlung) von WP/StB Prof. Dr. Wolf-Dieter Hoffmann in Heft 3/2009, S. 137.

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