Leserfragen-Treff: Leserfragen 2009


Thema: Bilanzierung einer Pensionszusage

Leserfrage: 

Laut dem Sozialgesetzbuch gibt es in der Rentenversicherung Befreiungstatbestände, nach denen ein Angestellter keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bezahlen muss, wenn er eine Rentenversicherung oder Lebensversicherung von einem privaten Versicherer vorweisen kann.

 

Auftretende Fragen

  • Welche bilanztechnische Auswirkung (Buchungssätze) hat dies mit Blick auf Deckungskapital, Rückstellungen, monatliche Beiträge etc.?
  • Kann es sein, dass sich das Deckungskapital und die Rückstellung in der Bilanz „aufheben“?

Erste Antwort-Hinweise:

Von der gesetzlichen Rentenversicherung konnte sich ein Arbeitnehmer „flächendeckend“ nach meiner Erinnerung nur bis etwa 1957 mit einer sog. befreienden Lebensversicherung trennen. Heute kann sich eine Befreiung aufgrund der Mitgliedschaft in berufsständischen Versorgungswerken ergeben.

Der Arbeitgeber übernimmt in diesen Fällen (der berufsständischen Versorgungswerke) nach Maßgabe des Bruttobezuges die der Sozialversicherung vergleichbaren Arbeitgeberanteile. Das Bilanzierungsproblem beschränkt sich deshalb allenfalls auf rückständige Beiträge für den Dezember im Januar (Bilanzstichtag).

Die Begriffe in der Leseranfrage „Deckungskapital, Rückstellung“ deuten auf ein Missverständnis hin: ….

Ausführliche Erläuterungen (zu Direktzusage, Deckungskapital und Rückstellung) von WP/StB Prof. Dr. Wolf-Dieter Hoffmann in Heft 2/2009, S. 68.

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