Leserfragen-Treff: Leserfragen 2008


Thema: Änderung der Firmenbezeichnung: Umsatzsteuerliche Auswirkungen?

Leserfrage: Unser Unternehmen, eine GmbH (Baumarkt mit Baustoffhandel), plant relativ kurzfristig eine Umbenennung der Firmenbezeichnung, möglicherweise im laufenden Geschäftsjahr, d.h. die Rechtsform bleibt, lediglich der Firmenname soll geändert werden.

Fragen:

  • Was ist aus Sicht der Umsatzsteuer sowohl als Rechnungsaussteller als auch als Rechnungsempfänger zu beachten?
  • Gibt es aus Sicht der Umsatzsteuer eventuell Übergangsfristen, in denen der bisherige und der neue Name in Erscheinung treten dürfen und dennoch einen Vorsteuerabzug zulassen? Oder muss ein unverrückbarer Zeitpunkt gewählt werden, ab dem nur noch der neue Name Gültigkeit hat?

Erste Antwort-Hinweise:

Für den Vorsteuerabzug ist es erforderlich, dass der richtige Unternehmer leicht und einwandfrei aus den Rechnungen erkennbar und genau bezeichnet ist:

  • Durch eine Umbenennung bleibt der Unternehmer als solcher und auch das Unternehmen als solches bestehen.
  • Es ändert sich nur der Name oder ein Geschäftsfeld.
  • Eine Zuordnung aus der Sicht der Umsatzsteuer ist grundsätzlich gewährleistet, weshalb hierdurch keine Nachteile entstehen können.
  • Eine Frist, nach deren Ablauf nur noch Rechtsfolgen bei der Benutzung des neuen Namens in Anspruch genommen werden können, kennt das Umsatzsteuergesetz nicht.

Ausführliche Erläuterungen (mit umsatzsteuerrechtlichen Hintergrundinformationen) von Dipl.-Finanzw. Hans Jürgen Bathe in BC 9/2008, S. 250 f.

 

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