Leserfragen-Treff: Leserfragen 2008


Thema: Kostenstellengenaue Verbuchung von Wirtschaftsgütern bei GWG-Sammelposten („Pool“)

Leserfrage: In einem SAP-Dokument wird darauf hingewiesen, falls nur ein Sammelposten pro Jahr gebildet werden dürfe (grammatikalische Auslegung), sei keine Zuordnung der Anlagen zu Kostenstellen bzw. zugehörigen Bereichen möglich; ohne Regelung der aus SAP-Sicht noch offenen Fragen sei zudem eine vollständige Umsetzung der Anforderungen aus der Unternehmensteuerreform 2008 nicht möglich.

Da unser Unternehmen auch nicht steuerpflichtige Landeseinrichtungen mit vielen Zuschussgebern und dementsprechend vielen Mittelverwendungsnachweisen sowie etliche Betriebe gewerblicher Art zu führen hat, müssen kostenstellengenaue Kontierungen vorgenommen werden, um den Anforderungen (steuerrechtlich, handelsrechtlich, Zuschussgeber) gerecht werden zu können. Unseres Erachtens kann dies nur dadurch geschehen, dass auch weiterhin sämtliche Anlagegüter einzeln in der Anlagebuchhaltung geführt und zumindest in steuerlich relevanten Bereichen entsprechend der neuen steuerlichen GWG-Regelungen bewertet werden.

Stimmen Sie dem zu, oder sehen sie noch eine andere mögliche handels- und steuerrechtlich konforme Lösung?

Erster Antwort-Hinweis: Zur Lösung dieser Problematik müsste meines Erachtens der Hersteller der verwendeten ERP-Software in der Lage sein. So könnte beispielsweise bei Erfassung eines selbstständig nutz- und bewertbaren Wirtschaftsgutes im Pool ein zusätzliches Feld („Kennzeichen“) abgefragt werden, in dem sich die zughörige Kostenstelle oder der definierte Unternehmensbereich erfassen lässt und damit über bestimmte Abfragen zur Auswertung zur Verfügung steht.

Ausführliche Erläuterungen (zu weiteren Alternativen) von Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Andreas Vogl in BC 1/2008, S. 18

 

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