Leserfragen-Treff: Leserfragen 2008



Thema: 44 €-Freigrenze für Sachbezüge

Leserfrage: In meinem Unternehmen wurde zum 1.1.2008 ein Ideenmanagement eingeführt. Für Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter werden Punkte vergeben, die dann auf einem Konto gesammelt werden. Zur Einlösung der Punkte beabsichtigt die Firma, den Mitarbeitern folgende Möglichkeiten anzubieten:

  1. Ausgabe von Tankgutscheinen mit Literangabe bis maximal 44 € (brutto) im Monat. – Wird es vom Finanzamt anerkannt, wenn bei der Mineralölgesellschaft eine Tankkarte beantragt wird, die nur für diesen Zweck an Mitarbeiter ausgegeben wird, während das Unternehmen dafür dann eine eigene Rechnung am Monatsende erhält? Oder muss grundsätzlich ein Gutschein ausgegeben werden?
  2. Sachgeschenk bis maximal 44 € (brutto) pro Monat. – Wird es vom Finanzamt anerkannt, wenn die Firma das Geschenk bestellt (auch über das Internet), wobei die Lieferung (zunächst) und die Rechnung an das Unternehmen gehen?
  3. Belohnungsessen im Restaurant bis maximal 44 € (brutto) pro Monat. – Wird es vom Finanzamt anerkannt, wenn die Firma das Essen vorbestellt, wobei die Rechnung an das Unternehmen geht und auch von diesem per Überweisung beglichen wird?

Erste Antwort-Hinweise:

  1. Ausgabe von Tankgutscheinen: Bei der Überlassung einer Tankkarte, welche die Funktion einer Firmenkreditkarte hat, handelt es sich nicht um einen Sachbezug, sondern um eine Zuwendung mit Bargeldcharakter, d.h. keine Anwendung der Freigrenze von 44 €.
  2. Sachgeschenk: Anwendung der 44-€-Freigrenze für Sachbezüge zulässig.
  3. Belohnungsessen im Restaurant: Anwendung der 44-€-Freigrenze ohne Weiteres möglich.

Ausführliche Erläuterungen (mit Hintergrundinformationen zur Rechtsprechung sowie weiterführenden Praxishinweisen) von einem freien Mitarbeiter des BC-Experten-Teams in BC 3/2008, S. 78

 

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