www.beck.de
Sie waren hier: http://rsw.beck.de/main/Index/?site=BC&toc=BC.root&docid=443457

Teilwertabschreibungen auf unbesichert im Konzern begebenen Darlehensforderungen: Einkünftekorrekturen nach § 1 Abs. 1 AStG

BFH-Urteil vom 9.6.2021, I R 32/17

 

Grenzüberschreitende Konzerndarlehen sind ein beliebtes Mittel zur Gewinnsteuerung. Aus diesem Grund schauen die Finanzämter hier auch genau auf die Fremdüblichkeit. Und wie der BFH feststellt, kann neben unüblichen Zins- und Sicherungsabreden auch eine Teilwertabschreibung zu einer Gewinnverlagerung führen.


 

 

Praxis-Info!

 

Problemstellung

Eine inländische Kapitalgesellschaft (Klägerin) reichte mehrere unbesicherte Darlehen an verbundene Gesellschaften im Ausland aus. Als Verzinsung waren 12,5% des jährlichen Bilanzgewinns bis zu einer Höhe von 25% des Darlehenswerts vereinbart.

Nach einigen Jahren nahm die Klägerin eine Teilwertabschreibung auf die Darlehen vor, welche vom Finanzamt außerbilanziell wieder hinzugerechnet wurde.

 

 

Lösung

Der BFH geht in seinem Urteil ausführlich auf die Regelungen des Außensteuergesetzes (AStG) ein. Dabei hebt er besonders die folgenden Punkte hervor:

Da das erstinstanzliche Finanzgericht keine ausreichende Ermittlung der Fremdüblichkeit der Darlehen vorgenommen hat, ist die Sache zur erneuten Überprüfung an das Finanzgericht zurückzuweisen.

 

Christian Thurow, Dipl.-Betriebsw. (BA), Senior Business Audit Manager, London (E-Mail: c.thurow@thurow.co.uk)

 

 

BC 12/2021

 



Copyright © Verlag C. H. Beck 1995-2022
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Verlages.