Wolfgang Kuntz

Bitkom-Umfrage: Blitzerwarnung wird trotz Verbot eingesetzt


89% der Autofahrer versuchen sich unterwegs über Blitzer zu informieren, auch wenn vieles davon in Deutschland verboten ist.

Denn hierzulande ist während der Fahrt nur die allgemeine Information über Radarkontrollen erlaubt wie durch Radio-Meldungen, die 7 von 10 (70%) zumindest hin und wieder nutzen. Technische Möglichkeiten, die den Standort des Fahrzeugs nutzen und ortsbezogen vor stationären oder mobilen Blitzern eine Warnung geben, sind dagegen laut Straßenverkehrsordnung verboten, werden aber trotzdem von der Hälfte (49%) verwendet. So setzt ein Viertel der Autofahrer (27%) eine Blitzer-Warn-App auf dem Smartphone ein, 14% nutzen ein spezielles Radarwarngerät und 13% eine Blitzer-Warnung auf ihrem Navigationsgerät. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 785 Personen in Deutschland, die Auto- oder Motorrad fahren, im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V.

Wolfgang Kuntz ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht in Saarbrücken.