Wolfgang Kuntz

Mehr Schutz und Prävention vor Cyberattacken notwendig


Angesichts der jüngsten Hacker-Angriffe gegen deutsche Unternehmen plädiert der Sächsische Datenschutzbeauftragte für deutlich mehr Prävention. Nach der DS-GVO müssen Unternehmen genauso wie Organisationen und die Verwaltung Datenschutzverletzungen bei der zuständigen Aufsichtsbehörde melden. Der Trend in Sachsen zeigt hierbei deutlich nach oben: von 227 Fällen im Jahr 2018 stieg die Zahl auf bislang 750 Fälle im Jahr 2021.

Davon sind rund ein Drittel auf Cyberkriminalität zurückzuführen – ein spürbarer Zuwachs in der Arbeit des Sächsischen Datenschutzbeauftragten. Eine Cyberattacke kostet im Schnitt 21.818 EUR je Vorfall (Quelle: Statista). Insgesamt belaufen sich die Kosten für digitale Angriffe auf die deutsche Wirtschaft allein 2020 auf ca. 24,3 Mrd. EUR. Das waren viermal mehr als noch 2019 (Quelle: Bitkom-Studie). Noch gravierender sind durch Erpressungssoftware (Ransomware) verursachte Schäden: Die durchschnittlichen Gesamtkosten der Firmen für die Behebung eines Angriffs durch Erpressungssoftware liegen bei ca. 1 Mio. EUR; etwa 46% der deutschen Unternehmen sind betroffen (Quelle: Sophos State of Ransomware 2021).

Wolfgang Kuntz ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht in Saarbrücken.