Wolfgang Kuntz

Wunsch nach mehr digitalem Umweltschutz


Viele achten bei der Nutzung der Online-Möglichkeiten darauf, die damit verbundenen Klimawirkungen zu begrenzen oder positive Klimaeffekte zu erzielen. So verzichtet jeder Zweite mittlerweile auf Stand-by. Zugleich gibt es aber auch Defizite, etwa bei der korrekten Entsorgung von ausrangierten Elektrogeräten, die bei einem Fünftel (22 %) schon einmal im Hausmüll gelandet sind. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren.

Demnach löschen bereits 61 % überflüssige E-Mails, Daten oder Apps auf ihren Geräten, um Speicherressourcen freizugeben und damit Energie zu sparen. Die Hälfte (51 %) vermeidet Stand-by, schaltet elektronische Geräte also komplett ab. 44 % verwenden, wenn möglich, die Energiesparfunktion bei Laptops oder Monitoren. Ein Fünftel (21 %) reduziert die Helligkeit von Bildschirmen, um Energie zu sparen, fast ebenso viele (19 %) setzen aus diesem Grund bewusst auf die Verwendung eines kleineren Bildschirms. Drei Viertel (74 %) achten auch darauf, Geräte möglichst lange zu nutzen, bevor sie ersetzt werden.

Wolfgang Kuntz ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht in Saarbrücken.