Bodycams bei der Bundespolizei


Die Bundesregierung berichtete über Erfahrungen mit dem Einsatz von Bodycams bei der Bundespolizei und bestätigte die deeskalierende Wirkung des Einsatzes im Streifendienst. Bei Personen unter Alkohol-/Drogeneinfluss erzielten Bodycams diese Wirkung aber nicht immer.

Über die genauen Auswirkungen gebe es bislang noch keine wissenschaftlichen Studien, nur vereinzelte polizeiliche Erfahrungsberichte, die z. T. widersprüchlich seien. Hinsichtlich der Aufklärung von Straftaten wird auf die Manipulationsanfälligkeit der Aufnahmen hingewiesen, insbesondere darauf, dass die Polizei selbst entscheide, wann eine Aufnahme beginne bzw. wann die Kamera abgeschaltet werde. Auch hinsichtlich des Datenschutzes stehen die Bodycams in der Kritik: Zum einen wegen der Speicherung der sensiblen Daten auf Servern des US-Konzerns Amazon, zum anderen wegen der vergleichsweise restriktiven Auskunftsrechte der Betroffenen, die gemäß der Vereinbarung mit dem Personalrat der Bundespolizei die Aufnahmen in der Regel nicht ausgehändigt bekommen.