Öffentlich-rechtliche Sender melden Mehrbedarf bei Rundfunkbeitrag an


Nach Medienberichten haben ARD, ZDF und Deutschlandfunk für die Rundfunkbeitragsperiode 2021 bis 2024 einen zusätzlichen Finanzbedarf von € 3 Mrd. angemeldet, um bedarfsgerecht finanziert zu sein.

Bereits Ende April 2019 haben die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihre Forderungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) vorgelegt. Man gehe davon aus, dass die KEF, wie in der Vergangenheit auch, die angemeldeten Forderung zwar deutlich reduzieren, aber dennoch eine Erhöhung des aktuellen Beitrags vorschlagen wird. Die Empfehlung der KEF zur Entwicklung des Rundfunkbeitrags wird Ende 2019 erwartet. Veröffentlicht wird der KEF-Bericht im Frühjahr 2020. Dann wird endgültig über den neuen Rundfunkbeitrag entschieden. 

 

Denkbar ist auch eine Entscheidung nur für die Jahre 2021 und 2022. Sollte es nämlich doch noch eine Mehrheit der Länder für das sog. Indexmodell geben, würde sich der Rundfunkbeitrag ab 2023 auf Basis von Inflation und Kostensteigerung automatisch erhöhen. Anfang Juni 2019 hatten die Ministerpräsidenten die Entscheidung über das Indexmodell auf die Zeit nach der Sommerpause verlegt.