Stefan Möllenkamp

Bussac, Bitcoin, Ethereum & Co


Enée Bussac, Bitcoin, Ethereum & Co. Praxiswissen Kryptowährungen und Blockchain, Berlin (Erich Schmidt Verlag) 2019, ISBN  978-3-503-18299-2, € 34,95

MMR-Aktuell 2020, 425653   Das Buch versteht sich ausweislich des Vorworts als ein Leitfaden, der praxisnah an die Welt der Kryptowährungen und Blockchain heranführen möchte. Das Werk will den Leser mit nützlichen Hinweisen in die Lage versetzen, diese Welt verstehen und in sie investieren zu können. Dabei scheint es sich an Laien zu richten, die bislang noch keine oder nur geringe Vorkenntnisse in dem Bereich der Kryptowährungen gesammelt haben und denen die dahinterstehenden Technologien nicht vertraut sind.

 

Die dementsprechende Erwartung einer angenehmen Lektüre, die den Leser mit einer gut strukturierten Erläuterung der Funktionsweise der Kryptowährungen und Blockchain-Technologie samt den diesbezüglichen technischen und wirtschaftlichen Grundlagen an die Thematik heranführt, wird aus meiner Sicht jedoch leider enttäuscht.

 

Schon die ersten Kapitel erwecken den Eindruck, aus mehr oder weniger zufällig zusammengewürfelten Informationen zu einzelnen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sowie der Blockchain-Technologie als solcher zu bestehen. Die vielen verwendeten Fachbegriffe werden nur zum Teil und oftmals erst im späteren Verlauf des Buchs erläutert. Dies dürfte es gerade für Leser ohne Vorkenntnisse auf dem Gebiet schwer machen, den Ausführungen zu folgen. Zwar werden verschiedene Themenbereiche im späteren Verlauf des Buchs erneut aufgegriffen, wodurch jedoch weniger ein „Aha”-Effekt als vielmehr das Gefühl langatmiger Wiederholungen entsteht.

 

Dieser etwa bis zur Mitte des Buchs gewonnene Eindruck weckt leider auch nur bedingt Interesse an den darauffolgenden Kapiteln, in denen es unter anderem um die Geldanlage in Kryptowährungen und Vorschläge des Autors zu einer Anlagestrategie sowie seine Meinung zur Zukunft des Wirtschaftslebens gehen soll.

 

Insgesamt lässt die Lektüre einen roten Faden vermissen, weshalb sie vor allem für Laien eher schwerfällig sein dürfte. Da das Werk gleichzeitig weitestgehend auf Quellenangaben verzichtet und im Übrigen nur lapidare Hinweise zur Herkunft der Informationen und Abbildungen enthält („Quelle: Wikipedia”), wird es auch einem wissenschaftlichen Anspruch nicht gerecht. Dies ist schade, da die Thematik grundsätzlich viel Potenzial birgt und es bislang nur wenige umfassende Werke zu geben scheint, die sich auch an Einsteiger richten.

Stefan Möllenkamp ist Rechtsanwalt bei PwC Legal in Düsseldorf.