Wolfgang Kuntz

LfDI Baden-Württemberg: Empfehlung zur Nutzung der geprüften Version von Microsoft Office 365 an Schulen


Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) Baden-Württemberg, Dr. Stefan Brink, rät auf Grund hoher datenschutzrechtlicher Risiken von der Nutzung der geprüften Version von Microsoft Office 365 an Schulen ab – Alternativen sollten gestärkt werden.

Der LfDI bewertet die Risiken beim Einsatz der nun erprobten Microsoft-Dienste im Schulbereich als inakzeptabel hoch und rät davon ab, diese dort zu nutzen. Er empfiehlt ferner, die im Schulbereich vorhandenen Alternativen weiter zu stärken. Das Kultusministerium hatte vorgesehen, als Teil der Bildungsplattform für Schulen eine speziell konfigurierte Version von Microsoft 365 des US-Software-Herstellers Microsoft zu integrieren, um Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern eine geeignete digitale Infrastruktur für Unterricht und Bildung zur Verfügung zu stellen. In diesem Rahmen prüfte der LfDI die speziell für den Einsatz im Schulbetrieb konfigurierte Version des Produktes MS 365 in einem Praxistest. Für den Schulbereich hat der LfDI ein hohes Risiko der Verletzung von Rechten und Freiheiten betroffener Personen festgestellt.

Wolfgang Kuntz ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht in Saarbrücken.