DiGA-App auf Rezept angelaufen


Gesundheitsexperten werteten die Einführung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) in die Regelversorgung grundsätzlich positiv, sahen aber auch noch Abstimmungsbedarf. Die Anwendungen sollen dazu beitragen, die Versorgungsabläufe zu verbessern. Allerdings sei mit der Einführung auch ein erheblicher Abrechnungsaufwand, hohe Kosten und teilweise unklarer Nutzen verbunden.

Mit dem Digitale Versorgung Gesetz (DVG) haben die Versicherten einen Anspruch auf Versorgung mit digitalen Anwendungen, die von Ärzten oder Psychotherapeuten verordnet und von den Krankenkassen erstattet werden. Zuvor müssen die DiGA ein Prüfverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestehen. Dann werden sie in einem DiGA-Verzeichnis gelistet. Das BfArM prüft das Verfahren auf Datensicherheit und Funktionalität. Der Datenschutz sei das Kernelement des neuen Angebots, zugleich müsse aber auch die Nutzerfreundlichkeit gegeben sein. Den Angaben zufolge sind derzeit fünf DiGA gelistet, darunter drei vorläufig und zwei dauerhaft. Es gebe zudem 41 Anträge für DiGA.