HmbBfDI: Erste Bußgeldverfahren wegen offener Kontaktlisten


Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI), Prof. Dr. Johannes Caspar, teilte mit, dass er erste Bußgeldverfahren wegen offener Kontaktlisten eingeleitet hat.

Wegen Corona sind Restaurants, Cafés sowie andere Gewerbebetriebe verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste zu erheben. Obwohl die Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung ausdrücklich verlangt, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Kontaktdaten erlangen können dürfen, erreichen den HmbBfDI Beschwerden über Restaurants mit offenen, frei zugänglichen Kontaktlisten. Teilweise wird auch vom Missbrauch der Telefonnummern für Flirt-Nachrichten berichtet. Im Juni 2020 hat der HmbBfDI stichprobenartig 100 Gewerbe- und Gaststättenbetriebe aufgesucht und die Umsetzung der Kontaktdatenerhebung kontrolliert. Die Betriebe, die bei der Nachkontrolle die Missstände nicht abstellten müssen jetzt mit Bußgeldverfahren rechnen.