EU-Parlament: Vorgehen gegen Geldwäsche verstärken


Das EU-Parlament forderte ein stärkeres Vorgehen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in der EU. Die Abgeordneten wollen das bereits bestehende Regelwerk ausweiten und eine Richtlinie gegen Geldwäsche in verbindliche Vorschriften umwandeln.

Mit dem Aktionsplan sollen Schlupflöcher gestopft und Schwachstellen beseitigt werden. Das Maßnahmenpaket soll innerhalb der kommenden zwölf Monate angegangen werden. Nach Angaben der Kommission entfällt innerhalb der EU jährlich etwa 1% des Bruttoinlandsprodukts auf illegale Finanztätigkeiten wie etwa Geldwäsche im Zusammenhang mit Korruption, Waffen- und Menschenhandel und Terrorfinanzierung. Das entspreche rd. 160 Mrd. EUR. Nur ein geringer Anteil der Gelder werde beschlagnahmt oder eingefroren. Die Parlamentarier forderten zudem ein neues EU-weites Organ, das zentral gegen Geldwäsche vorgeht.