Trojaner-Angriff zerstörte IT-Infrastruktur des KG


Nach der forensischen Untersuchung der Trojaner-Attacke teilte das Kammergericht (KG) mit, dass es sich bei dem Angriff auf das Computernetzwerk des KG um einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall handelte, der den vollständigen Neuaufbau einer sicheren IT-Infrastruktur erforderlich machte.

Die Gefährlichkeit der Schadsoftware Emotet ergebe sich daraus, dass der Angreifer in der Lage war, alle Daten des KG entweder zu zerstören oder sich anzueignen. Die Entscheidung, das KG Ende September 2019 sofort vom Internet zu trennen und die Netzwerke abzuschalten, sei aus technischer Sicht alternativlos gewesen und habe das Schlimmste noch rechtzeitig verhindert. Derzeit gehe man davon aus, dass Zugangsdaten (sog. Credentials) abgeflossen sind. Diese nutzen dem Angreifer aber nichts mehr, da das System des KG sofort nach den ersten Hinweisen auf den Angriff vom Netz genommen wurde und in der alten Form nicht wieder ans Netz gehen werde. Nicht bestätigt sei, dass gespeicherte Dokumente wie z.B. Urteile und Beschlüsse mit den darin enthaltenen Inhalten, Namen und Daten abgeflossen seien.