EU: Sicherheitsrisiken bei 5G-Netzen


Die EU-Kommission teilte mit, dass die Einführung von 5G-Netzen einige neue Sicherheitsrisiken mitsichbringt. Dazu gehöre eine erhöhte Anfälligkeit für mögliche Angriffe sowie eine größere Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.

Die EU-Mitgliedstaaten hatten gemeinsam mit der Kommission und der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) eine EU-weite Risikobewertung von 5G-Netzen erstellt. Die EU sieht in den Sicherheitsherausforderungen der 5G-Netze einen Paradigmenwechsel, der eine Überprüfung des derzeitigen Sicherheitsrahmens für diesen Sektor notwendig macht. Die Sicherheitsrisiken seien zum einen auf Teile der Software und das breite Spektrum der Anwendungen zurückzuführen, darüber hinaus spiele auch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten eine Rolle. 5G-Netze werden künftig die grundlegenden digitalen Infrastrukturen für unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften bilden und Milliarden von Objekten und Systemen miteinander verbinden, auch in kritischen Sektoren wie Energie, Verkehr, Bank- und Gesundheitswesen.

 

Der Bericht umfasst die wichtigsten Bedrohungen und Bedrohungsakteure, die sensibelsten Vermögenswerte, die wichtigsten Schwachstellen sowie eine Reihe strategischer Risiken. Die Bewertung bildet die Grundlage für die Ermittlung von Maßnahmen zur Eindämmung von Sicherheitsrisiken, die auf nationaler und europäischer Ebene angewendet werden können. Bis zum 1.10.2020 sollten die Mitgliedstaaten dann in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission die Auswirkungen dieser Maßnahmen bewerten und den weiteren Handlungsbedarf prüfen. Dabei sollte die koordinierte europäische Risikobewertung berücksichtigt werden.