NRW: Mit Künstlicher Intelligenz gegen Kinderpornografie


Die Justiz in NRW hat mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW) ein Forschungsprojekt zur Bekämpfung von Kinderpornografie mit Analysemethoden Künstlicher Intelligenz gestartet.

In Zusammenarbeit u.a. mit der Microsoft Deutschland GmbH und der Universität des Saarlands soll kinderpornografisches Bildmaterial erkannt und ausgewertet werden. Die Verbreitung von Kinderpornografie sei der Prototyp einer Internetstraftat und die Ermittlungs- und Strafbehörden sähen sich mit überbordenden Datenmassen konfrontiert. Das Bildmaterial müsse möglichst effizient von sonstigen Dateiinhalten unterschieden werden.

 

Der Umgang mit kinderpornografischem Datenmaterial unterliege i.Ü. sehr weitgehenden rechtlichen Einschränkungen. Die Anwendung von KI auf Basis von Cloud Computing und neuronalen Netzen sei daher bislang unmöglich gewesen. In der Zusammenarbeit der Projektpartner sei es durch den konstruktiven Dialog der unterschiedlichen Fachdisziplinen gelungen, über eine hybride Cloud-Infrastruktur einen Lösungsweg zu entwickeln. Das sensible Ausgangsmaterial werde ausschließlich auf Rechnern der Justiz verarbeitet und so weit dekonstruiert, dass die bearbeiteten Daten für das Training einer auf die Erkennung kinderpornografischen Materials spezialisierten KI in der Cloud verwendet werden könnten.