EU-Kommission: Schutz von 5G-Netzen abstimmen


Die EU-Kommission hat Vorschläge für ein abgestimmtes Vorgehen der EU zur Sicherheit von 5G-Netzen vorgelegt. Zur Beseitigung etwaiger Schwachstellen empfiehlt sie zur Bewertung der Cybersicherheitsrisiken von 5G-Netzen und zur Stärkung von Präventivmaßnahmen eine Kombination aus legislativen und politischen Instrumenten, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.

Angesichts weltweiter 5G-Umsätze, die im Jahr 2025 schätzungsweise € 225 Mrd. erreichen werden, ist die 5G-Technik ein Schlüsselfaktor der europäischen Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt. Die Cybersicherheit der 5G-Netze ist von entscheidender Bedeutung für die Gewährleistung der strategischen Autonomie der Union. Jede Schwachstelle in 5G-Netzen oder ein Cyberangriff in einem Mitgliedstaat würde sich auf die Union als Ganzes auswirken. Die Empfehlung sieht eine Risikobewertung der 5G-Netzinfratrukturen auf nationaler Ebene vor, die verschiedene Risikofaktoren berücksichtigen soll, z.B. technische Risiken und Risiken im Zusammenhang mit dem Verhalten von Anbietern oder Betreibern, auch denen aus Drittländern. Die nationalen Risikobewertungen würden ein zentrales Element für den Aufbau einer koordinierten EU-Risikobewertung bilden, die mit Unterstützung der Kommission und der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) erfolgen sollte. Zu den Risikominderungsmaßnahmen gehören dann z.B. Zertifizierungsanforderungen, Tests und Kontrollen sowie die Benennung von Produkten oder Anbietern, die als potenziell unsicher gelten.