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Corona-Arbeitsschutz wird intensiviert: Mehr Tests, mehr Homeoffice


Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil (SPD) hat dem Ka­bi­nett einen Ent­wurf für eine Er­gän­zung der SARS-CoV-2-Ar­beits­schutz­ver­ord­nung (Co­ro­na-ArbSchV) vor­ge­stellt. Darin wer­den die Ar­beit­ge­ber zu wei­te­ren be­trieb­li­chen Test­an­ge­bo­ten ver­pflich­tet. Neu ist auch, dass Ar­beit­neh­mer ein Ho­me­of­fice-An­ge­bot des Ar­beit­ge­bers künf­tig nicht mehr grund­los ab­leh­nen dür­fen.

 

Arbeitgeber müssen künftig zweimal pro Woche Corona-Tests anbieten

Mit der ergänzten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, in ihren Betrieben allen Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, grundsätzlich mindestens 2-mal pro Woche regelmäßige Selbst- oder Schnelltests anzubieten.

Homeoffice-Angebote dürfen nicht grundlos abgelehnt werden

Die Regelungen zum Homeoffice werden in das Infektionsschutzgesetz aufgenommen und parallel in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gestrichen. Neu ist dabei, dass es eine zusätzliche Verpflichtung für Arbeitnehmer geben wird, das Angebot von Homeoffice anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen. Gründe können beispielsweise die Störung durch Dritte im Homeoffice sein oder ein fehlender adäquater Arbeitsplatz. Die Regelungen sollen zeitgleich mit den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes umgesetzt werden.


beck-aktuell v. 22.4.2021