RottenNeighbor beunruhigt Landesmedienanstalten


Der Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Norbert Schneider, hat mit deutlichen Worten die Internetseite Rottenneighbor.com kritisiert.

Die Seite erlaubt es den Nutzern, unter Angabe von Name und Wohnsitz einer Person allerhand Informationen über diese zu veröffentlichen.

Schneider hält diese Entwicklung für bedenklich: Das Portal, das auf Kartenmaterial des Dienstes "Google Maps" zurückgreift, ermögliche die persönlichkeitsrechtswidrige Denunzierung eines jeden Mitbürgers. Schneider habe sich daher in einem Brief mit eindringlichen Worten an Google Deutschland gewandt. Das Web 2.0 eröffne schon ohne diesen neuen "digitalen Pranger" genügend Möglichkeiten zum "Cyber-Mobbing". Bei Google ist man sich jedoch keiner Schuld bewusst, so der Kölner Stadtanzeiger: Schließlich könne man nicht für jede im Internet begangene Rechtsverletzung "in Sippenhaft" genommen werden. Jeder habe das Recht, "Google Maps" in seine eigene Website einzubinden. Bei Bedenken müsse sich die Landesmedienanstalt daher an den amerikanischen Betreiber der Internetseite wenden.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1219381491748 .




MMR 10/2008, S. XXI