Klage gegen Vergabe der Drittsendelizenzen


Ulrich Wickert will gerichtlich gegen die Vergabe der Drittfensterprogramme bei RTL vorgehen.

Nachdem der ehemalige Tagesthemenmoderator mit seiner Firma UWP bei der Vergabe der Sendezeitschienen den Kürzeren gezogen hat, spricht er von einer "eklatanten Ungleichbehandlung". Nicht nur, dass ihm die für die Ausschreibung zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) keine Gelegenheit gegeben habe, i.R.e. Anhörung seine Pläne zu erläutern, auch die für die Vergabe angesetzten Fristen seien zu kurz gewesen. Darüber hinaus kritisiert Wickert die erneute Vergabe an die Firma dctp. Diese sei von RTL nicht unabhängig, es bestünde "eine Vielzahl von Verflechtungen". Bedenklich sei auch, dass die Sendezeitschienen der Fensterprogramme auf die seit 10 Jahren laufenden dctp-Magazine ausgerichtet sei. Wickert spricht daher von einer "rechtswidrigen Monopolisierung" der Drittfensterlizenzen.

Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) hatte gegen die erneute Vergabe an dctp zwar keine schwerwiegenden Bedenken geäußert, zeigte sich aber ggü. dem derzeitigen Status quo durchaus kritisch: So wurde die Frage in den Raum gestellt, ob ein Anbieterwechsel nicht schon an sich einen Vielfaltsgewinn darstellen könne.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276
D4FB916D7/DocÊE25204133D3BF4502B9C
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MMR 10/2008, S. XXI