Jan Möller/ Björn-Christoph Florax

Kreditwirtschaftliche Scoring-Verfahren
Verbot automatisierter Einzelentscheidungen gem. § 6a BDSG


Jan Möller ist Rechtsanwalt in Herford, Björn-Christoph Florax ist Rechtsanwalt bei der Sozietät Brinker & Berndt in Hamm.

Scoring-Verfahren gewinnen in der Kreditwirtschaft und im E-Commerce an Bedeutung. Beim Scoring wird die Wahrscheinlichkeit eines künftigen Verhaltens durch eine statistisch-mathematische Analyse von Vergleichsdaten ermittelt. Die automatisiert erzeugten Score-Werte sollen die Kreditwürdigkeit einer Person in einem objektiven, computertechnisch nutzbaren Wert widerspiegeln. Seit dem Jahr 2001 stellt das BDSG besondere Anforderungen an die Nutzung automatisierter Einzelentscheidungen. Der folgende Beitrag befasst sich mit der Frage, inwieweit Scoring-Verfahren mit den Vorgaben des neuen § 6a BDSG vereinbar sind. Anlässlich eines Urteils des AG Hamburg wird beispielhaft das Scoring-Verfahren der SCHUFA kritisch begutachtet.


MMR 2002, 806 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte Dezember in beck-ONLINE abrufbar.