Virtuelle Doktorwürde


Nicht nur Gerichtsverfahren können per Videokonferenz durchgeführt werden, sondern auch Promotionsprüfungen. So hat die Universität Hannover bei einem Doktoranden des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik, dessen Professor zu einem Forschungssemester an der Universität Stanford weilte, die mündliche Prüfung vom Ausland aus mit Hilfe von moderner Informationstechnik trotz räumlicher Trennung abgenommen.

Der gesamte Promotionsvortrag wurde in Bild und Ton übertragen. Die Präsentationsfolien waren auf einem separaten Monitor sowohl in Stanford als auch in Hannover zu sehen. An der mündlichen Prüfung und an der Beratung der Prüfungskommission war der Zweitprüfer per Videokonferenz dabei. Die Universität hat angekündigt, die Möglichkeit der Videokonferenz-Zuschaltung einzelner Prüfer ausdrücklich in die neue Promotionsordnung aufzunehmen.

Weitere Einzelheiten unter: http://www.wiwo.de/wiwo13?fn=ww&sfn=slink&oaid=170572.


MMR 2002, Heft 9, XII