Thomas Schulte / Ulrich W. Schulte

Unzulässige Werbung von Anwälten im Internet?
Wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit und Werbeverbot nach § 43b BRAO


Dr. Thomas Schulte ist Rechtsanwalt in Berlin. Ulrich W. Schulte, hist. phil. ist cand. iur. in Berlin.

Anm. d. Red.: Zum Themenkreis Vanity-Nummern und deren werberechtliche Zulässigkeit vgl. BGH MMR 2002, 605. Ferner zur irreführenden Werbung vgl. AnwGH Berlin MMR 2002, 609.

Die Internetpräsentation von Rechtsanwälten ist in der Regel darauf angelegt, das Dienstleistungsangebot des Anwalts darzustellen, und soll den potenziellen Mandanten veranlassen, die anwaltliche Leistung in Anspruch zu nehmen. Diese Darstellungen sind dann als Werbung i.S.d. § 43b Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) anzusehen. Damit zusammenhängende Fragen sind zwischen Mitbewerbern häufig Gegenstand wettbewerbsrechtlicher Auseinandersetzungen. Ist Werbung im Internet also ein Konfliktpunkt der täglichen Berufsausübung? Zunehmend kristallisiert sich ein größeres Maß an Klarheit heraus, welche Form der Präsentation auf Internetseiten dem Berufsbild des Rechtsanwalts als einem Organ der Rechtspflege standhält. Was vor wenigen Jahren in der Anwaltswerbung noch unvorstellbar erschien, ist mittlerweile nicht mehr in jedem Fall als unzulässig zu beurteilen. Dies zum Anlass nehmend, soll in der folgenden Übersicht eine Rechtsentwicklung aufgezeigt werden.


MMR 2002, 585 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte September in beck-ONLINE abrufbar.