LG Berlin: Wettbewerbswidriges Dialer-Programm


BGB §§ 312e Abs. 2 Nr. 1, 312b Abs. 3 Nr. 6; UWG § 1; BGB-InfoV § 3 Nr. 1 und 2; TDG § 2 Abs. 2 Nr. 5
LG Berlin Urteil vom 28.5.2002 102 O 48/02; rechtskräftig

Leitsätze der Redaktion

1.Angebote, über sog. Dialer auf Datenbanken mit sexuellem Inhalt im Internet zugreifen zu können, stellen Teledienste dar und unterliegen deshalb den Informationspflichten des § 312e BGB.

2.Es handelt sich hierbei nicht um Dienstleistungen im Bereich Freizeitgestaltung nach § 312b Abs. 3 Nr. 6 BGB.

3.Der Vorstoß gegen die Informationspflichten ist unter dem Gesichtspunkt des Vorsprungs durch Rechtsbruch wettbewerbswidrig.

Anm. d. Red.: Zu Dialer-Programmen vgl. auch AG Freiburg, U. v. 11.6.2002 - 11 C 4381/01, MMR 2002, 635.


MMR 2002, 630 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte September in beck-ONLINE abrufbar.