OLG Hamburg: Einkaufsgutschein


UWG § 1
OLG Hamburg Urteil vom 28.11.2001 5 U 111/01 (LG Hamburg); rechtskräftig

Leitsätze der Redaktion

1.Eine Geldzuwendung in der Form eines Einkaufsgutscheins über 30 DM ist im Bereich von Massenprodukten, wie sie bei einem Internetversender von Büroartikeln vorkommen, als Wertreklame unter dem Gesichtspunkt des übertriebenen Anlockens unlauter. Dies gilt insbesondere, wenn der Gutschein i.V.m. der Versandkostenfreiheit ab einem Bestellwert von 100 DM steht.

2.Bei der Lauterkeitsprüfung ist auch auf die Nachahmungsgefahr und die langfristigen Auswirkungen auf den einschlägigen Markt abzustellen.


MMR 2002, 635 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte September in beck-ONLINE abrufbar.