Frank Schmidt/ Axel Wehmeier/ Hasan Alkas

Unzulässige Bündelung bei optionalen Tarifen der Deutschen Telekom?
Eine regulierungsökonomische Betrachtung


Frank Schmidt ist Leiter Regulierungsstrategie, Axel Wehmeier Fachbereichsleiter, Hasan Alkas Senior Economist, Preismanagement und Regulierungsökonomie, alle bei der Deutschen Telekom AG, Bonn. Eine der Hauptforderungen von Monopolkommission und Wettbewerbern ist eine strengere ex-ante-Regulierung von Bündelangeboten der Deutschen Telekom. Als konkretes Ziel dieser Forderungen fungieren in jüngster Zeit insbesondere die am Markt erfolgreichen Optionsangebote der Deutschen Telekom, wie etwa der Tarif AktivPlus. Das Bundeskartellamt hat sogar gefordert, diesen Angeboten die Genehmigung zu verweigern. Der Vorwurf besteht im Besonderen darin, dass durch die vom Anbieter vorgenommene Produktbündelung eine Sogwirkung entstehe, die zu einer übermäßigen Kundenbindung führe und Wettbewerber benachteilige. Dabei sind die Vorteile von Bündelangeboten - nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Konsumenten und die Volkswirtschaft insgesamt - weithin anerkannt. In diesem Beitrag werden die ökonomischen und regulatorischen Aspekte von Bündelungsstrategien erörtert. Die Autoren vertreten dabei die Auffassung, dass Optionsangebote der Deutschen Telekom, soweit sie überhaupt als besondere Form der Produktbündelung angesehen werden können, markt- und wettbewerbskonforme Mittel der Preis- und Produktdifferenzierung im Wettbewerb darstellen, deren Regulierung eher gelockert als verschärft werden sollte.


MMR 2002, 528 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte August in beck-ONLINE abrufbar.