Statistik zum Internet


Das Hamburger Wirtschaftsforschungsunternehmen Fittkau & Maaß hat durch eine Umfrage bei rund 95.000 deutschsprachigen Internetnutzern deren Nutzungsgewohnheiten erforscht.

Rund 65% der Nutzer sind männlich; der Schwerpunkt liegt bei den Altersgruppen von 20 bis 50 Jahren. Die meisten Nutzer sahen das Internet als sehr wichtig oder sogar unverzichtbar an. Allerdings nur gut die Hälfte der Befragten wollte das Internet zum Shopping nutzen; nur 32% der Teilnehmer waren bereit, für bestimmte Internetangebote zu bezahlen.

Die Gesamtergebnisse dieser sogenannten 14.W3B-Umfrage unter http://www.w3b.de/.

Nach einer EMNID-Untersuchung haben in den vergangenen Monaten 26% der rund 26,7 Mio. privaten Internetnutzer in Deutschland online eingekauft. Meist wurden Bücher bestellt (33%), gefolgt von CDs (24%) und Bekleidung (21%). Elektronische Geräte brachten es auf 19%, Tickets für Kino und Theater auf 14%.

Weitere Informationen unter: http://www.emnid.tnsofres.com/index1.html.

In Deutschland besteht ein deutliches Ost-West-Gefälle bei der Internetnutzung. Während Schleswig-Holstein die meisten Internetnutzer hat und weitere Zentren in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen liegen, ist der Nutzungsanteil im Osten Deutschlands deutlich geringer. Auch zwischen den Bevölkerungsschichten gibt es Unterschiede. Rund 60% der deutschen, aber nur 30% der ausländischen Jugendlichen haben einen PC. Der "typische Onliner" ist männlich, unter 30 Jahre alt und Student; er lebt in einer Großstadt, hat mindestens Abitur, ein hohes Haushaltseinkommen und wählt Grün oder FDP. Insgesamt liegt der Anteil der deutschen Nutzer mit knapp 42% eher im Mittelfeld des Länderdurchschnitts. In Norwegen und den Niederlanden liegt der Anteil deutlich über 60%, in Frankreich dagegen nur bei 37%.


MMR 2002, Heft 8, XIII