Cyberdoc in Österreich


Ein Blick über die Grenzen ins "glückliche Österreich" zeigt, wie man dort auch ohne digitale Signatur mit einem sehr pragmatischen Ansatz funktionierende Anwendungen für einen geschlossenen Benutzerkreis geschaffen hat.

Das gesamte österreichische Notariat (ca. 450 Freiberufler) verfügt über eine einheitliche technische Infrastruktur aus Hard- und Software mit identischen Kommunikationsschnittstellen. Das einheitliche Testamentsregister enthält inzwischen rund 1,5 Mio. Testamente. 1994 begann die Einrichtung eines einheitlichen Treuhandregisters. Es gibt bundesweit die elektronische Grundbuch- und Firmenbucheinsicht. Sämtliche Notare sind in das gleiche Netzwerk eingebunden, das nach außen technisch abgeschlossen ist und daher Kommunikationssicherheit bietet. Das Projekt cyberDOC zielt auf das elektronische Register für notarielle Urkunden. Mit Unterstützung durch passende Gesetzgebung und Dokumentationsrichtliniennovellen wurde damit ein System zur landesweit einheitlichen elektronischen Speicherung notarieller Urkunden in einem recherchefähigen System geschaffen.

Weitere Informationen unter: http://www.jurpc.de/aufsatz/20020104.htm


MMR 2002, Heft 8, XII