Bundesregierung fördert Linux


Im März hatte das Parlament entschieden, auf rund 150 Zentralrechnern das Microsoft-Betriebssystem Windows NT durch Linux zu ersetzen. Die Bundesverwaltung will künftig zusammen mit IBM die Verbreitung des Betriebssystems Linux fördern.

Im öffentlichen Sektor sollen das offene Betriebssystem und andere sog. Open-Source-Programme - Software mit frei zugänglichem Quellcode für Entwickler von Anwendungsprogrammen - stärker eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit geht auf Kosten der Hersteller der proprietären und teuren Betriebssysteme Windows von Microsoft und Unix von Sun Microsystems. Ziel der Kooperation sei es, die IT-Sicherheit zu erhöhen und die Abhängigkeit von einzelnen Softwareanbietern zu verringern. Gleichzeitig wird beim Kauf der Software und bei den laufenden Kosten gespart. Weltweit ist besonders seit den Terroranschlägen vom 11.9.2001 das Interesse an Open-Source-Software gewachsen, weil sie als widerstandsfähiger gegen Systemabstürze, Viren und andere Sicherheitsrisiken gelten als proprietäre Software. So wurde kürzlich die Lieferung von 75 Linux-Systemen an US-Behörden wie das Verteidigungs- und das Energieministerium, die Luftwaffe und die Luftfahrtbehörde bekannt. Linux ist auch bei der chinesischen Post im Einsatz, in den Ministerien für Kultur, Erziehung und Verteidigung in Frankreich, bei der EU-Kommission und in vielen weiteren Behörden in Europa und Asien.

Weitere Informationen: http://www.bmi.bund.de/top/dokumente/Pressemitteilung/ix_83313.htm.


MMR 2002, Heft 7, XXIII