Barrierefreies Internet für Behinderte


Zum 1.5.2002 ist das Bundesgleichstellungsgesetz (BGG) in Kraft getreten, dessen § 11 sich mit der barrierefreien Informationstechnik befasst. Danach gestalten Träger öffentlicher Gewalt im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 BGG ihre Internetauftritte und -angebote sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Programmoberflächen schrittweise technisch so, dass sie von behinderten Menschen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können.

(http://www.behindertenbeauftragter.de/download/gleichstellungsgesetz.htm)

Deutliche Farbkontraste, große Schriften und Links sind nach Ansicht von Experten nötig, damit sich Behinderte im Internet besser zurechtfinden.

Ähnlich wie in der "realen" Welt Barrieren gehandicapten Menschen den Weg versperren, gibt es auch im virtuellen Raum Hindernisse: So wird zwar beispielsweise für Blinde eine spezielle Software angeboten - ein sog. Screen-Reader - der alle Seiten in die Blindenschrift und in eine Sprachausgabe übersetzt. Wenn jedoch die Web-Designer bei Grafiken oder Bildern vergessen, einen erläuternden Text zu hinterlegen, kann auch dieses Programm dem Blinden nichts über den Inhalt der Bilder vorlesen.

Nähere Informationen: http://www.barrierefreies-webdesign.de


MMR 2002, Heft 7, XXIII