Jan Peter Müßig

Liberty erwirbt Mehrheit an OpenTV


Der amerikanische Medienkonzern Liberty Media Corporation erwarb Anfang Mai von der britischen MIH Limited die Mehrheit an dem Unternehmen OpenTV. Mit dem Aktienkauf im Wert von 185 Mio. Dollar verfügt Liberty nun insgesamt über einen Anteil von 46% sowie 89% der Stimmrechte.

(PM Liberty Media und OpenTV v. 8.5.2002, abrufbar unter http://www.shareholder.com/lmg-a/news/20020508-80084.cfm, oder http:// www.opentv.com/company/news/press-releases/2002/05082002.html)

OpenTV bietet Softwarelösungen für die Einrichtung interaktiven Fernsehens (iTV), die auf über 25 Mio. Set-Top-Boxen weltweit genutzt werden. Das Unternehmen bietet damit eine Komplettlösung von der Servertechnologie über die Middleware (die Software zwischen Netzwerk und Anwendungen) bis zu Anwendungen zum Abruf von Inhalten, z.B. die Menüführung, E-Mail-Dienste, Shopping, Bankdienste, Regionalwetter oder Video-on-Demand. Zu den Kunden zählen neben Inhalteanbietern vor allem Betreiber digitaler Kabelnetze (insb. der Netzebene 4), Satelliten- und terrestrischer Netzwerke. Beworben werden sie mit der Möglichkeit zusätzlicher Wertschöpfung und einer erhöhten Kundenbindung.

Jan Peter Müßig

Diese Meldung wurde der Rubrik "EMR - die medienrechtliche Monatsschau" entnommen. Das Institut für Europäisches Medienrecht (EMR) berichtet monatlich über die jüngsten Entwicklungen im Bereich Medienrecht und -politik aus den europäischen Institutionen und den Staaten Europas. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei Neuerungen für den Rundfunk und die neuen Medien, insbesondere mit Blick auf die europarechtlichen Bezüge. Die EMR-Monatsschau wird freundlicherweise unterstützt durch die Veröffentlichung "IRIS - Rechtliche Rundschau der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle". Nähere Informationen im Internet unter www.emr-sb.de oder über EMR, Nell-Breuning-Allee 6, 66115 Saarbrücken; E-Mail:


MMR 2002, Heft 7, XIX