Verstärkter Handel mit gefälschten Produkten über Internetauktionshäuser


Die deutsche Wirtschaft erleidet durch Kriminalität nach aktuellen Schätzungen jährlich Schäden in Höhe zweistelliger Milliardenbeträge. Das Schadensvolumen bei Produkt- und Markenpiraterie wird weltweit auf 200-300 Mrd. geschätzt. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) versuchen Produktfälscher immer häufiger, ihre gefälschten Produkte über Internetauktionshäuser zu vertreiben.

Damit ist nach Schätzungen von Fachleuten der Verlust von ca. 200.000 Arbeitsplätzen verbunden.

Über eine Internetauktion lasse sich völlig anonym der Verkauf von Fälschungen organisieren. Da die Waren in Einzelpäckchen an den Ersteigerer geschickt würden, entdecke der Zoll sie meist nur per Zufall. Aber auch der Empfänger werde geschädigt, da er anstelle der bestellten und teuer bezahlten Markenartikel nur geringwertige Nachahmungen erhält. Vor allem bei Vorkasse sei daher erhöhte Vorsicht geboten, denn Rückforderungen seien häufig völlig aussichtslos.

Weitere Informationen: http://www.markenpiraterie-apm.de.


MMR 2002, Heft 7, XXIII