Mehr Preistransparenz durch PAngV-Novelle


Bundeswirtschaftsminister Müller hat am 5.6.2002 den Entwurf zur Vierten Änderung der Preisangabenverordnung (PAngV) gebilligt.

Der Verordnungsentwurf verpflichtet im Fernabsatz tätige Unternehmen, die Preise so auszuzeichnen, dass diese die Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile einschließen. Außerdem ist anzugeben, ob und in welcher Höhe zusätzliche Kosten für Lieferung oder Versand anfallen. Nachfragen und Missverständnisse werden so von vornherein vermieden. Die Änderungsverordnung entbindet Hotels, Pensionen etc. zudem von der Pflicht, in jedem Zimmer ein Preisverzeichnis anzubringen. Diese Zimmerpreisauszeichnung hat in der Praxis ihren Nutzen für die Verbraucher verloren und war für die Hotelbranche eine unnötige bürokratische Belastung, die nun beseitigt wird. Der Verordnungsentwurf bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats.

Der Entwurf ist abrufbar unter: http://www.bmwi.de/Homepage/Politikfelder/Wirtschaftspolitik/Preisrecht.jsp#pangv.

Quelle: BMWi Tn.Nr. 11246 v. 12.6.2002, S. 1


MMR 2002, Heft 7, XXIV