Mark Hoenike / Lutz Hülsdunk

Die Gestaltung von Fernabsatzangeboten im elektronischen Geschäftsverkehr nach neuem Recht
Gesetzesübergreifende Systematik und rechtliche Vorgaben vor Vertragsschluss


Dr. Mark Hoenike, LL.M., ist Partner, Lutz Hülsdunk Rechtsanwalt der internationalen Rechtsanwaltssozietät Allen & Overy. Über die bei und nach Vertragsschluss bestehenden Vorgaben sowie die Rechtsfolgensystematik werden die Autoren in einem weiteren Beitrag informieren, der in der kommenden Ausgabe der MMR (8/2002) erscheint.

Der Gesetzgeber hat i.R.d. Schuldrechtsreform und der Umsetzung der E-Commerce-Richtlinie zahlreiche neue rechtliche Anforderungen an Internetplattformen geschaffen. Der Gestalter eines solchen Angebots muss ein unübersichtliches Regelungsgeflecht mit einer Vielzahl von sich überschneidenden Regelungsbereichen und Begriffen berücksichtigen. Die wissenschaftliche Diskussion beschränkt sich dabei zumeist auf einzelne Regelungsbereiche (z.B. das Fernabsatzrecht i.e.S. oder das Recht der Teledienste). Die Autoren entwickeln daher eine bereichsspezifische, gesetzesübergreifende Kategorisierung aus inhaltlichen, technischen, gestalterischen und zeitlichen Vorgaben, wobei die Zeitachse als Ordnungsmoment vorgesehen ist. Damit soll eine funktionale Gesamtschau über die neuen Vorschriften aus der Perspektive eines Internetgestalters oder seines rechtlichen Beraters ermöglicht werden. Die kodifikationsunabhängige Systematik hat aber auch das Ziel, für zukünftige - i.R.d. technischen Entwicklung und europäischen Harmonisierung zu erwartende - Neuregelungen geeignet zu sein. Eine kritische Diskussion der wichtigsten vor Vertragsschluss zu erfüllenden Pflichten rundet die Darstellung ab.


MMR 2002, 415 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte Juli in beck-ONLINE abrufbar.