Dr. Andreas Grünwald/Kathrin Hahne/Thorsten Ricke

Gemeinsames Projekt der deutschen Landesparlamente


Der Parlamentsspiegel ist ein gemeinsames Projekt der sechzehn deutschen Landesparlamente.

http://www.parlamentsspiegel.de/

Er weist über die Referenzdaten (Quellen) die Dokumente aller besonders wichtigen Initiativen (Gesetzentwürfe, Anträge, Anfragen u.a.) und ihre parlamentarische Behandlung nach. Die Nachweisdatenbank reicht bis 1986 zurück. Der größte Teil der nachgewiesenen Dokumente (nur Drucksachen, Plenarprotokolle und Gesetzesblätter) steht über die Links "Dokumente" oder "Display" im Dokumentenserver als Image bereit. Ein integriertes Parlamentsinformationssystem ist z.Zt. in Arbeit. Dessen Ziel ist es, nicht mehr nur die wichtigeren Initiativen von landesübergreifender Relevanz nachzuweisen, sondern sukzessive über alle parlamentarischen Initiativen Auskunft zu geben. Z.Zt. werden dabei neben der redaktionell gewichteten Auswertung durch die Zentraldokumentation bereits die Dokumente folgender Länder vollständig nachgewiesen: Bayern (ab 1997), Berlin (ab Beginn der 14. Wahlperiode November 1999), Niedersachsen (ab Beginn der 14. Wahlperiode März 1998), Nordrhein-Westfalen (ab November 1998), Sachsen-Anhalt (ab Beginn der 3. Wahlperiode Mai 1998), Sachsen (ab Beginn der 3. Wahlperiode Oktober 1999) und Schleswig-Holstein (ab Beginn der 15. Wahlperiode März 2000). Die Übernahme der kompletten Daten weiterer Landesparlamente wird z.Zt. vorbereitet und die Datenbank i.Ü. kontinuierlich weiter ausgebaut. Schon heute ist allerdings eine Datenmenge von ca. 250 GB gespeichert. Jede einzelne Seite eines Dokuments wird als einzelne Datei im Tiff-Format abgespeichert. Die meisten der Dokumente, die im Landtag NRW ab der 12. Wahlperiode erstellt wurden, sind darüber hinaus in der Textverarbeitungsversion und als HTML-Datei gespeichert. Das Tiff-Format wurde gewählt, da das Archiv als Langzeitarchiv angelegt ist und dieses Format sicherstellt, dass Dokumente auch nach Jahren noch in ihrem Originallayout abgerufen werden können.

Diese Meldung wurde der Rubrik "Aktuelle Links zum Multimediarecht" von Dr. Andreas Grünwald/Kathrin Hahne/Thorsten Ricke, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), Öffentlich-rechtliche Abteilung, Münster, http://www.uni-muenster.de/Jura.tkr/ entnommen.


MMR 2002, Heft 4, XVI