LG Bonn: Identität eines Teilnehmers an einer Internetauktion


BGB § 134; GewO § 34b
LG Bonn Urteil vom 7.8.2001 2 O 450/00; nicht rechtskräftig

Leitsätze der Redaktion

1.Die Verwendung einer E-Mail-Adresse i.V.m. einem online erteilten Passwort begründet mangels hinreichender Sicherheitsstandards weder eine Beweislastumkehr noch einen Anscheinsbeweis für die Abgabe eines Gebots durch den Namensträger i.R.e. Internetauktion.

2.Auch eine Rechtsscheinshaftung kommt insoweit bei Verwendung eines Passworts nicht in Betracht.

3.Die Gefahr eines missbräuchlichen Eingriffs in die Online-Kommunikation lässt sich nicht ohne weiteres dem Risikobereich eines der beteiligten Vertragspartner zuordnen, sondern eher noch dem des Auktionsveranstalters.

Anm. d. Red.: Die Leitsätze wurden verfasst von Priv.-Doz. Dr. Andreas Wiebe, Universität Hannover. Vgl. hierzu auch AG Erfurt MMR 2002, 127 m. Anm. Wiebe.


MMR 2002, 255 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte April in beck-ONLINE abrufbar.