IASB plant eng umrissene Ergänzung von IFRS 17


IRZ, Heft 7/8, Juli/August 2021, S. 322

Bei seiner Sitzung am 22. Juni 2021 hat der IASB eine mögliche eng umrissene Änderung an IFRS 17 erörtert, um einmalige Klassifizierungsunterschiede zu adressieren, die bei Vergleichsinformationen von Versicherern auftreten können, die erstmals IFRS 17 und IFRS 9 anwenden.

Vorgeschlagen wird ein optionaler Klassifizierungsüberlagerungsansatz, der auf finanzielle Vermögenswerte angewendet werden darf, die mit Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen verbunden sind und auf die IFRS 9 in den Vergleichsperioden nicht angewendet wurde. Bei Nutzung der Option wäre es einem Versicherer erlaubt, diese Vermögenswerte bei Erstanwendung von IFRS 17 bereits in den Vorperioden so zu klassifizieren, wie dies nach IFRS 9 für IFRS 17-Anwender vorgesehen ist. Die Option soll vermögenswertindividuell ausgeübt werden können.

Ein entsprechendes Entwurfsdokument soll bis Ende Juli 2021 herausgegeben werden, die Veröffentlichung einer endgültigen Änderung soll bis zum Jahresende erfolgen.